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Langohren waren in Hochform

Kunibert Horras vom Kaninchenzuchtverein Bliesen-Niederkirchen zeigt links einen Satin-Elfenbein RA und rechts einen Castor-Rex. FOTO: B&K
Kunibert Horras vom Kaninchenzuchtverein Bliesen-Niederkirchen zeigt links einen Satin-Elfenbein RA und rechts einen Castor-Rex. FOTO: B&K
Bliesen. 90 der insgesamt 931 auf der Landesschau in Bliesen vorgestellten Kaninchen heimsten die Bestnote „vorzüglich“ ein. Zahlreiche Titel gingen an Kaninchenzüchter aus dem Kreis St. Wendel. Oswin Sesterheim

Die schönsten Kaninchen des Saarlandes gibt es in der Kreisstadt St. Wendel. Genauer gesagt: Sie wachsen in den Ställen der Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins SR 141 Bliesen-Niederkirchen auf. Das ergab die Vereinswertung der Landeskaninchenschau Saar, die am Wochenende in der Sport- und Kulturhalle Bliesen stattfand.


"Nach einer kleinen Durststrecke haben wir den Heimvorteil genutzt mit 1933,5 Punkten", freute sich Kunibert Horras vom gastgebenden Verein. Dieser löste damit den SR 158 Niederlinxweiler bei den Senioren ab, der zuvor drei Mal in Folge die Nase vorn hatte. Zweiter in der jetzigen Wertung wurde der SR 116 Merchingen mit 1932 Punkten, gefolgt vom SR 1 Bildstock, 1931 Punkte. Bei den Junioren hatte hier der SR J 1 Bildstock die Nase vorn. Zweiter wurde der SR J 166 Blieskastel, Dritter der SR J 95 Nalbach.

Bei der 34. Landesschau der Rassenkaninchenzüchter Saar waren 931 Tiere aus 90 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen auf den Laufsteg gebracht worden, angefangen vom 1300 Gramm leichten "Hermelin" bis hin zum "Deutschen Riesen grau", der immerhin acht Kilogramm auf die Waage bringt. "Die Ergebnisse sind sehr gut, mit einem hervorragenden Abschneiden des Kreisverbandes St. Wendel. Besonders freue ich mich über die 21 Landesjugendmeister", sagte der Leiter der Schau, Lothar Kuntz aus Bischmisheim, und verwies auf die Notenskala von 90 Mal "vorzüglich", 346 Mal "hervorragend" und 456 Mal "sehr gut". Siegertiere waren es 40. Bei den Senioren gab es 78 Landesmeister-Titel.



Ehe es soweit war, mussten die Tiere in Zuchtgruppen mit jeweils vier Exemplaren einer Rasse und Farbe angemeldet werden. Die höchste Punktzahl erreichte die Zuchtgruppe Horras vom SR 141 Bliesen-Niederkirchen. Ihre Sammlung der Rasse Satin elfenbein wurde mit stolzen 388,5 Punkten bewertet. Die Jury bewertete einen Rammler aus dieser Zuchtgruppe und einen Alaska-Rammler von Norbert Naumann, Niederlinxweiler, jeweils mit der Höchstnote und der sehr selten vergebenen Traumzahl 98 von 100 möglichen Punkten. Die Note "vorzüglich" beginnt hier mit 97 Punkten. Jeweils 387,5 Punkte in der Sammlung erreichten: Bernd Naumann, Namborn, mit Helle Großsilber, Stefan Nix, Bliesen-Niederkirchen, mit Castor Rexe, Franz-Josef Therre, Namborn, mit Castor Rexe und Norbert Naumann, Niederlinxweiler, mit Alaska. Yannick Böffel aus Alsweiler vervollständigte diesen Erfolg aus dem St. Wendeler Land. Er erhielt für seine Lohkaninchen havannafarbig 386,5 Punkte und damit die höchste Note bei den Junioren.

Die 18 Preisrichter mit den Obmännern Kunibert Horras aus Bliesen und Walter Fehrenz aus Ottweiler hatten bei der Bewertung der Tiere einige Pfunde zu heben und nahmen insgesamt sieben Positionen wie Pflegezustand, Körperform, Fell oder Gewicht in Augenschein.

Die Züchter aus dem St. Wendeler Land mit 97,5 Punkten: Bernd Naumann, Pinsweiler, Helle Großsilber, Franz-Josef Therre, Eisweiler, Castor-Rexe, Dieter Böffel, Alsweiler, Lohkaninchen blau.

"Die Landesschau war ein voller Erfolg, eine gute Werbung für unser Hobby und ein guter Ansporn für unseren Züchternachwuchs. Ohne die Mithilfe anderer Vereine hätte der SR 141 Bliesen-Niederkirchen diese Großveranstaltung nicht stemmen können", fasste der Landesvorsitzende der Kaninchenzüchter, Kunibert Horras, zusammen. "Die Landesschau vermittelt einen hervorragenden Überblick über den Stand der Kaninchenzucht in unserem Land", sagte Roland Krämer . Der Staatssekretär übermittelte die Grüße von Schirmherr Reinhold Jost . Auch Gäste vom Zentralverband Deutscher Rassekaninchenzüchter und anderen Landesverbänden sowie Zuchtfreunde aus Luxemburg lobten das hohe Niveau.

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Auf einen Blick Zahlreiche Landesmeister kommen aus dem St. Wendeler Land: Kunibert Schmidt, Selbach, Deutsche Riesen, weiß; Patrick Leist, Urexweiler, Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß; Helmut Finkler, Niederlinxweiler, Deutsche Widder wildfarben und Deutsche Kleinwidder wildfarbig; Bernd Naumann, Pinsweiler, Helle Großsilber; Jürgen Knötgen, Niederlinxweiler, Blaue Wiener; Christian Schmidt , Selbach, Weiße Wiener; Thomas Bill, Niederlinxweiler, Thüringer; Norbert Naumann, Niederlinxweiler, Alaska; Zuchtgemeinschaft Horras, Bliesen , Satin elfenbein und Satin-Thüringer; Frank Scheer, Oberkirchen, Satin hasenfarbig; Franz-Josef Therre, Eisweiler, Castor-Rexe: Jörn Hauch, Niederlinxweiler, Kleinsilber grau-braun; Sascha Ostermann, Marpingen, Kleinsilber hell; Waldemar Meisberger, Remmesweiler, Englische Schecken thüringerfarbig und Zwergwidder weiß rotäugig; Gregor Schwahn, Gehweiller, Englische Schecken dreifarbig; Bernd Hauch, Niederlinxweiler, Holländer schwarz-weiß; Manfred Böffel, Alsweiler, Lohkaninchen blau; Zuchtgemeinschaft Kreutzer, Oberthal, mit Marderkaninchen braun und Siamesen blau. Landesmeister der Junioren: Yannick Böffel, Alsweiler, Lohkaninchen havannafarbig und Luna Fink, Marpingen mit Zwergwidder, wildfarbig. se