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Integration
Kirche hilft Flüchtlingen beim Berufseinstieg

St. Wendel. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat das Projekt „Sprachtreff – für Integration auf dem Land“ gestartet. Es soll Zuwanderern dabei helfen, Deutsch für den Berufsalltag zu lernen, und so ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Von Sarah Konrad

Zunächst wollen die Verantwortlichen Treffpunkte einrichten, die als Informations-, Sprachlern-, und Begegnungsorte dienen. Dort sollen Auszubildende, Berufstätige und Rentner ihr fachspezifisches Vokabular aus dem Arbeitsleben an Flüchtlinge weitergeben. „Im ersten Schritt versuchen wir, Ehrenamtliche zu finden, die Paten werden möchten“, sagt Projektleiterin Helga Schwarze. Außerdem wolle man Medienangebote zur Sprachförderung entwickeln.


Das Angebot wird in den vier Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen erprobt. Als Pilotstandort im Saarland mit dabei sind die Stadt und die Evangelische Kirchengemeinde St. Wendel mit ihrem Begegnungscafé sowie die Gemeinde Marpingen mit dem Jugendbüro. Das Projekt läuft bis Juni 2020. Zur Umsetzung steht ein Budget von rund 421 000 Euro zur Verfügung. Es wird zu 75 Prozent aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union gefördert.