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Kreistag
Jugendarbeit im Kreis wird stärker gefördert

St. Wendel. Außerschulische Jugendarbeit im Landkreis St. Wendel soll stärker gefördert werden. Das hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig so beschlossen. Die neuen Richtlinien, die am 1. Juli in Kraft treten, böten „mehr Fördermöglichkeiten“, wie Landrat Udo Recktenwald (CDU) erläutert. Von Melanie Mai

 Das freut auch den CDU-Fraktionssprecher Stefan Spaniol: „Jugendarbeit und demokratische Bildung sind uns viel wert.“ Noch nicht genug, meint Magnus Jung, Fraktionsvorsitzender der SPD: „An der ein oder anderen Stelle hätten wir uns mehr gewünscht.“ Allerdings befürwortet er diesen ersten Schritt, „dem weitere folgen sollten“.


Mit dieser Änderung der Richtlinie zur Förderung der außerschulischen Jugendarbeit wird unter anderem der Fördersatz von 25 auf 30 Prozent bei Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung und bei Qualifizierungen für in der Jugendarbeit tätige Personen erhöht. Außerdem wird die Altersgrenze von 17 auf 21 Jahre für Teilnehmer an Freizeitmaßnahmen angehoben. Bei Veranstaltungen wird der Fördersatz ebenfalls erhöht: von 40 auf 60 Prozent. Auch die Maximalbegrenzung fällt künftig höher aus: Statt 300 500 Euro bei Einzelveranstaltungen und 1000 statt 600 Euro bei Veranstaltungsreihen. Muss Material beschafft werden, um Bildungs-, Qualifizierungs- oder Freizeitmaßnahmen zu stemmen, ist der Fördersatz künftig ebenfalls höher: 40 statt 30 Prozent, maximal 400 statt 300 Euro. Maßnahmen im unmittelbaren Außenbereich von Jugendräumen werden mit 50 Prozent gefördert, maximal mit 500 Euro.  Das Instandhalten dieses Außenbereichs werde mit 30 Prozent gefördert, maximal mit 300 Euro. Und die Sachkostenpauschale für den Betrieb des Jugendbüros steigt von bisher 9700 auf 11 000 Euro.

Auch die jährliche Förderung der Musikschule im Landkreis St. Wendel hat der Kreistag einstimmig abgesegnet. Schon 2019 wird die Fördersumme um 82 000 auf bis zu 382 000 Euro erhöht; 2020 wird sie um 80 000 auf bis zu 380 000 Euro erhöht. Dies war notwendig geworden, weil der Vorstand der Musikschule im Januar die Erhöhung der Mitarbeitervergütungen beschlossen hat.