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Markt
Zwischen Feuervogel und Alpenschnee

Die Stelzenparade mit Feuerwagen vom Theater Feuervogel ist nach dreijähriger Pause wieder Teil des Weihnachtsmarkt-Programms.
Die Stelzenparade mit Feuerwagen vom Theater Feuervogel ist nach dreijähriger Pause wieder Teil des Weihnachtsmarkt-Programms. FOTO: Bonenberger/Stadt St. Wendel
St. Wendel. Neun Tage lang lockt der Weihnachtsmarkt samt Mittelaltermarkt nach St. Wendel. Samstag, 8. Dezember geht’s los. Von Evelyn Schneider

Lichterglanz überall, der Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein und in der Ferne erklingt eine Schalmei – vom 8. bis 16. Dezember entführt der St. Wendeler Weihnachtsmarkt samt Mittelaltermarkt einmal mehr in eine stimmungsvolle Winterwelt. Und wenn der dazu passende Schnee nicht vom Himmel fallen will, können sich junge und ältere Winterfans dennoch austoben – auf der Rodelbahn mit echtem Alpenschnee.


Für die Stärkung danach gibt es reichlich kulinarische Auswahl an den Buden. Aber nicht nur das. Die 170 geschmückten Holzhäuschen in der Fußgängerzone haben auch Kreatives, Kunstvolles oder Weihnachtliches zu bieten. Der Nikolaus ist samt Rentieren quasi Stammgast während der Marktwoche.

Zwei Mal täglich (14 und 17 Uhr) begibt sich das Theater Feuervogel auf Stelzenparade mit Feuerwagen durch die Gassen. Auf vielfachen Wunsch der Besucher sei das Theater-Ensemble nochmals angeheuert worden, wie Leonie Paqué berichtet. Sie ist bei der Stadt St. Wendel für die vier großen Themenmärkte zuständig. Zuletzt gab es die Stelzenparade 2014. Damals wie heute soll sie jeweils am Nachmittag auf die Feuershow am Abend einstimmen (Montag bis Donnerstag je 19 Uhr, Freitag bis Sonntag, je 19.30 Uhr). Premiere feiern Max Gaudio mit Märchen für Erwachsene und Kinder sowie das Ensemble Saitenstreich mit Musikeinlagen.



Wem Mittelalter-Flair gefällt, der wird auf der Mott fündig. Dort bieten Krämer und Marktleute ihre Waren feil. „Hier gibt es auch viele Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene“, berichtet Paqué. Dazu zählen unter anderem Töpfern, Kerzenfärben oder Bogenschießen. Ebenfalls auf der Mott beziehen die Weisen aus dem Morgenland samt Kamele ihr Lager. Und im Stall zu Bethlehem wird zwei Mal täglich die Weihnachtsgeschichte aufgeführt (13.30 und 17 Uhr).

Kleine Wesen werden in der Balduinstraße, an der Alten Stadtmauer, groß in Szene gesetzt. Im dortigen Zwergenwald sind 19 Schaukästen aufgebaut, in denen die Zipfelmützenträger in verschiedenen Situationen dargestellt sind: in der Schule, der Sauna oder im Café. Geschaffen wurden die Miniaturwelten von einer Gruppe fleißiger Bastler um Mechthild Marx. Das Wichteldorf öffnet bereits am Nikolausmarkt, 6. Dezember, seine Tore und erwartet am Dienstag und Donnerstag, 11. und 13. Dezember, seine Besucher je ab 10 Uhr.

Die Luisenstraße wird zur „himmlischen Meile“ mit mannshohen Nussknackern aus den Werkstätten des Erzgebirges und Krippen des 2016 verstorbenen Künstlers Karl Heindl. Zu den Attraktionen des Marktes zählt auch die zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide auf Schlossplatz.

Außerdem gestalten das neuntägige Weihnachtsmarkt-Programm mit: Der Magier Kalibo, Rebule – Die mittelalterlichen Spielleute, die Wanderinsel „Pattie Pamie“ mit Marionettenspiel und die mittelalten Spielweiber der Mucker Pazza unter anderem mit Tanzeinlagen. Täglich um 19.30 Uhr beginnt das  Turmblasen vor der Basilika.

Unter der Woche können Besucher bis 20 Uhr flanieren, Freitag, Samstag und Sonntag jeweils eine Stunde länger. Traditionell beschließt der Nachtwächter auf seiner Runde durch die Gassen den Markt.