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Supermoto
In St. Wendel heulen wieder die Motoren

Der ADAC-Organisationsleiter Hartmut Gisch (links) und Walzenfahrer Helmut Thome sind mit dem Umbau der Strecke beschäftigt.
Der ADAC-Organisationsleiter Hartmut Gisch (links) und Walzenfahrer Helmut Thome sind mit dem Umbau der Strecke beschäftigt. FOTO: Frank Faber
St. Wendel. An diesem Rennwochenende werden 220 Zweiradpiloten in der Kreisstadt zur Supermoto erwartet. Von Frank Faber

Der zweite Lauf zur Internationalen Deutschen Supermotor Meisterschaft wird am 2. und 3. Juni im St. Wendeler Wendelinuspark gefahren. An diesem Rennwochenende werden 220 Zweiradpiloten in der Kreisstadt erwartet- ein neuer Rekord. Seit einer Woche ist der Veranstalter und Serienpromotor ADAC mit dem Aufbau der 1200 Meter langen Strecke beschäftigt, dazu ist ein Teilstück der 270 Meter langen Offroad-Rennpiste aus Sicherheitsgründen verändert worden. Im Vorjahr war ein junger Pilot schwer verunglückt und seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen. „Unglückliche Umstände haben zu dem tragischen Unfall geführt. Auch wir haben uns hinterfragt, ob wir was falsch gemacht haben“, sagt ADAC-Organisationsleiter Hartmut Gisch. Auch aus dem Fahrerfeld hat der ADAC keine negativen Rückmeldungen nach dem Unglücksfall mit Todesfolge erhalten. „Von der fahrerischen Seite ist uns bestätigt worden, dass der Unfall nicht auf die Streckenführung zurückzuführen war“, berichtet Gisch. Dennoch sind nun Korrekturen am Anteil der Schotterpiste vorgenommen worden. „Aus Sicherheitsgründen für Fahrer und Zuschauer haben wir mit der Streckenverlegung das Tempo etwas rausgeholt“, erklärt Gisch.


Die Piloten machen nach der Einfahrt in den Offroad-Abschnitt ein Schlenker nach links und können zwischen einer inneren oder äußeren Fahrspur wählen, eine Welle wird nicht mehr angesteuert. In Schräglage geht es durch eine Linkskurve, ehe in beiden Fahrspuren den Zweirad-Artisten ein spektakulärer Sprung bevorsteht. Dem Rennen und dem Kurs schade es keineswegs, so Gisch, wenn die Piloten zwei, drei Stundenkilometer langsamer unterwegs seien. Auch Rennleiter Dennis Koch ist mit dem Umba. „So wie immer konnten wir es ja nicht laufen lassen“, sagt Koch.

Zudem hat in diesem Jahr der Naturschutz eine große Rolle gespielt. Unter fachkundiger Anweisung mussten Ersatzhabitate für die Kreuzkröten neben der Strecke neu angelegt werden. „Ich glaube, dass die Rennen durch den neuen Abschnitt für die Zuschauer interessanter werden. Endgültig wissen wir es erst, wenn die Piloten den Kurs gefahren haben“, meint Gisch.

Der Wendelinuspark stellt für den Orga-Chef aus Remmesweiler den interessantesten Kurs der gesamten Supermoto-Serie dar. Beim Saisonauftakt der Klasse S1 in Harsewinkel hat Honda-Pilot Marc-Reiner Schmidt das Geschehen mit einem Doppelsieg dominiert. Lokalmatador Markus Volz (Husqvarna) aus Dirmingen kommt als Gesamt-Fünfter zu seinem Heimrennen. Mit den Laufplätzen vier und neun beim Auftakt, war er einigermaßen zufrieden, da Harsewinkel nicht gerade zu seinen Lieblingsstrecken zählt. In St. Wendel möchte Volz gerne auf dem Podest stehen. Der Püttlinger Christopher Robert (Husqvarna) fährt in dieser Saison erstmals in der stärksten S1-Klasse mit und hat beim Debüt in Harsewinkel mit den Plätzen 13 und 14 noch Lehrgeld zahlen müssen. Für die Zuschauer gibt es 16 Rennen in den sieben Klassen zu sehen.