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| 20:20 Uhr

Schau
In einem Rundgang um die Welt

Ein Ausschnitt der acht Meter breiten Panorama-Krippe. Von 1963 bis 1999 hat Künstler Karl Heindl daran gearbeitet. Auch sie ist noch bis Sonntag in einer Ausstellung zu sehen.
Ein Ausschnitt der acht Meter breiten Panorama-Krippe. Von 1963 bis 1999 hat Künstler Karl Heindl daran gearbeitet. Auch sie ist noch bis Sonntag in einer Ausstellung zu sehen. FOTO: Bonenberger / Bonenberger & Klos
St. Wendel. Ob Figuren aus Afrika und Südamerika, Materialien wie Stein, Leder oder Holz: Die St. Wendeler Krippenausstellung bietet eine große Vielfalt. Von Evelyn Schneider

Es ist ruhiger geworden am Nachmittag, wenn die Krippenausstellung im Untergeschoss der Missionshaus-Buchhandlung ihre Pforten öffnet. Ganz anders sah das während des St. Wendeler Weihnachtsmarktes aus, als Busfahrer größere Gruppen auf den heiligen Berg kutschierten. „Mir ist aufgefallen, dass viele Busse aus Frankreich kamen“, sagt Ernst Wilhelm Kiefer. Er betreut die Ausstellung mit der Sammlung des verstorbenen Krippenbauers Karl Heindl gemeinsam mit dessen Witwe Marliese. Ein Busfahrer aus dem Nachbarland komme jedes Jahr mit Reisegruppen in die Kreisstadt. „Er ist immer so begeistert und macht kräftig Werbung“, weiß Kiefer.

Auch US-Amerikaner machten während einer Tour durch Deutschland Station in St. Wendel, um sich die mehr als 550 Krippen aus aller Welt anzuschauen. Bei der 30-köpfigen Gruppe gab es eine Besonderheit: Es waren Krippenbauer darunter. Zwar konnten sie nun nicht mehr mit dem 2016 verstorbenen Karl Heindl fachsimpeln, Informationen zu dem Künstler gab es aber dennoch. Denn Ernst Wilhelm Kiefer hatte sich vorbereitet und eine Informationsschrift auf Französisch und Englisch verfasst. Und die trug er vor.

Auch an den Feiertagen war die Schau geöffnet. An den beiden Weihnachtstagen nahmen einige Familien die Gelegenheit wahr. Silvester und Neujahr sei es indes sehr ruhig gewesen, sagt Marliese Heindl. Traditionell schaute ein Trierer Pfarrer mit Kommunionkindern in der Ausstellung vorbei, auch Schulklassen waren zu Gast.

Neben vertrauten Gesichtern der Stammbesucher tauchen auch viele erstmals in die Welt der Krippen ein. „Leute, die noch nie hier waren, sind meistens begeistert und sagen uns das auch“, so Heindl.

Bis Sonntag, 14. Januar, ist die Ausstellung noch täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Danach beginnt wieder der Sommerschlaf. Die Krippen werden teils abgebaut, teils mit Tüchern verhüllt, bis sie im nächsten Advent wieder – als Vermächtnis ihres Erschaffers – die Menschen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel hinweg begleiten.

Die Krippenausstellung ist bis zum 14. Januar, täglich von 14 bis 18 Uhr, zu sehen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,50 Euro, für Schüler 1,50 Euro. Kinder bis vier Jahre dürfen kostenlos rein. Der Erlös geht ans Missionshaus.

1992 hat Karl Heindl diese Krippe komplett aus Leder gefertigt.
1992 hat Karl Heindl diese Krippe komplett aus Leder gefertigt. FOTO: Evelyn Schneider
Der Stein dieser Sandstein-Krippe stammt aus Frankreich. Gefertigt wurde sie 2006. Die Figuren sind aus Bronze.
Der Stein dieser Sandstein-Krippe stammt aus Frankreich. Gefertigt wurde sie 2006. Die Figuren sind aus Bronze. FOTO: Evelyn Schneider
Die Figuren stammen aus dem afrikanischen Ruanda. Karl Heindl baute die Krippe dazu und schuf mit dem bemalten Hintergrund eine entsprechende Stimmung.
Die Figuren stammen aus dem afrikanischen Ruanda. Karl Heindl baute die Krippe dazu und schuf mit dem bemalten Hintergrund eine entsprechende Stimmung. FOTO: Evelyn Schneider
1990 schuf Karl Heindl diese Saarland-Krippe. Er arbeitete mit Schlacke, Ton, Kunststoff und Farbe.
1990 schuf Karl Heindl diese Saarland-Krippe. Er arbeitete mit Schlacke, Ton, Kunststoff und Farbe. FOTO: Evelyn Schneider
2005 arbeitete Karl Heindl an der „Fränkischen Landschafts-Krippe“. Darin verbaute er auch die Spielzeugburg seines Sohnes, wie seine Witwe Marliese Heindl verrät.
2005 arbeitete Karl Heindl an der „Fränkischen Landschafts-Krippe“. Darin verbaute er auch die Spielzeugburg seines Sohnes, wie seine Witwe Marliese Heindl verrät. FOTO: Evelyn Schneider
Diese Baumkrippe stammt von den Philippinen. Auch sie ist Teil der Krippenausstellung mit mehr als 550 Werken.
Diese Baumkrippe stammt von den Philippinen. Auch sie ist Teil der Krippenausstellung mit mehr als 550 Werken. FOTO: Evelyn Schneider