| 20:31 Uhr

Varieté
„Ich habe einen Riesen-Spaß daran“

Cecilia Hedlund zeigt außergewöhnliche Handstand-Akrobatik — die Schwedin kommt als ein Gast des Wintervarietés nach St. Wendel.
Cecilia Hedlund zeigt außergewöhnliche Handstand-Akrobatik — die Schwedin kommt als ein Gast des Wintervarietés nach St. Wendel. FOTO: Rainer Stanke
St. Wendel. Der Akrobatk-Künstler Herr Stanke aus Berlin mag seinen Beruf, zu Gast ist er bald im Saalbau St. Wendel. Von Melanie Mai

Die Nachfrage nach dem Wintervarieté „WND staunt und lacht“ am Samstag, 17. Februar,  20 Uhr, im  Saalbau St. Wendel war riesig. Seit Mitte Dezember sind die hierfür angesetzten 700 Karten ausverkauft. „Hunderte Kartenwünsche blieben unerfüllt“, sagt Georg Lauer vom Veranstalter Gog Concept. Daher werde er für 2019 zwei Varieté-Veranstaltungen planen — für 16. und 17. Februar.



In diesem Jahr  am Start sind neben Ballonkünstler und Publikumsliebling Tobi van Deisner (Augsburg) und dem Moderatoren-Duo Tébé & Leiste (Westfalen) das Ehepaar Herr Stanke (Berlin) und Cecilia Hedlund (Schweden). Im Vorfeld erzählte Herr Stanke, der eigentlich Rainer heißt, was er an St. Wendel so schätzt.

Herr Stanke, in der Presse wurden Sie einst als eine Mischung aus Eberhard Gienger und Hein Blöd bezeichnet. Wem fühlen Sie sich mehr verbunden?

Rainer Stanke:  Weder noch, denn ich kann nicht so gut turnen wie einst Eberhard Gienger noch erzähle ich Witze wie Hein Blöd. Ich fühle mich eher den Zuschauern verbunden, die sich die Show ansehen und zusammen mit mir die Show genießen.

Sie kommen mit einer lustigen Teppich-Reck-Nummer nach St. Wendel. Wie sind Sie auf diese verrückte Idee gekommen?

Herr Stanke: Mit der Reck-Darbietung nach St. Wendel zu kommen, ist doch keine verrückte Idee (lacht). Nein, das ist eine lange Geschichte. Ich weiß, dass es genau die richtige Entscheidung war, diese Darbietung aufzubauen, denn ich habe einen Riesen-Spaß daran und nach und nach reift diese verrückte Geschichte immer mehr.

Bei dieser Akrobatik ist Erfahrung im Kunstturnen gefragt. Wie ist Ihre sportliche Ausbildung?

Herr Stanke: Mit 15 Jahren besuchte ich eine Artistenschule, war seitdem als Akrobat in diesem Beruf tätig. Die turnerischen Grundlagen wurden mir von Kollegen beigebracht, die selbst mal gute Turner waren.

Sie sind nicht das erste Mal in St. Wendel, unter anderem waren Sie auch beim Zauberfestival. Was schätzen Sie an St. Wendel?

Herr Stanke: Ich schätze alle Städte, Gemeinden oder Dörfer und auch Einzelpersonen, wie in diesem Fall Georg Lauer, die sich für die Kultur stark machen und es ermöglichen, solche Liveshows auf die Beine zu stellen.

Das Wintervarieté im Saalbau ist bereits ausverkauft. Was macht Varieté Ihrer Meinung nach so begehrt?

Herr Stanke:  Varieté ist eine sehr breitgefächerte Form der Unterhaltung. In den meist zweistündigen Programmen ist für jeden etwas dabei. Ich kenne keine Altersgruppe, die das nicht irgendwie interessiert.

Die Fragen stellte Melanie Mai

Herr Stanke — hat sichtlich Spaß auf seinem Reck. Seine Akrobatiknummern präsentiert der Berliner Künstler im Saalbau.
Herr Stanke — hat sichtlich Spaß auf seinem Reck. Seine Akrobatiknummern präsentiert der Berliner Künstler im Saalbau. FOTO: Rainer Stanke