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Schule
Erste Dienstbesprechung beim Frühstück

Seit Juni im Einsatz, jetzt offiziell eingeführt: Hubert Maschlanka, der neue Schulleiter an der Dr.-Walter-Bruch-Schule.
Seit Juni im Einsatz, jetzt offiziell eingeführt: Hubert Maschlanka, der neue Schulleiter an der Dr.-Walter-Bruch-Schule. FOTO: Frank Faber
St. Wendel. Hubert Maschlanka wurde offiziell als neuer Leiter der Dr.-Walter-Bruch-Schule begrüßt. Sein Arbeitstag beginnt schon zu Hause. Von Frank Faber

Im Juni hat Studiendirektor Hubert Maschlanka seine neue Stelle als Schulleiter der St. Wendeler Dr.-Walter-Bruch-Schule angetreten. Als erste Amtsverhandlung im neuen Job hat er den Kooperationsvertrag für eine gymnasiale Oberstufe mit den allgemeinbildenden Gemeinschaftsschulen St. Wendel und Schaumberg Theley unterzeichnet. Jetzt ist der 60-Jährige aus Winterbach mit einer Feierstunde offiziell als Chef des Berufsbildungszentrums (BBZ) in der Kreisstadt eingeführt worden.


„Meine 100-Tage-Linie habe ich ja überschritten“, meint Maschlanka. Nach dem Abschied von Hubert Gottschlich hat Oberstudienrätin Kirsten Prams zuvor ein Jahr kommissarisch die Geschäfte an der Schule geführt. „Dann stellt sich manchmal schon die Frage, ob man den Kopf an der Spitze überhaupt braucht“, meint Maschlanka. Wegen der drei verteilten Standorte sei ihm die tägliche Begegnung mit allen Kollegen nicht möglich. „Das erfolgreich Erreichte zu bewahren, das Machbare zeitnah umzusetzen und das zukünftige Entwicklungspotenzial planerisch zu entwickeln“, hat er sich zum Ziel gesetzt. Seine Maxime: „Es kommt darauf an, was bei den Schülern ankommt.“ Neben dem Unterricht hat Maschlanka auch den baulichen Auf- und Ausbau des BBZ als Ziel. „Wenigstens ist der Breitbandanschluss an den Rechner hergestellt, jetzt müssen wir nur noch die Geschwindigkeit bekommen“, scherzt er. Für die Unterstützung der sozial-pädagogischen Kräfte plädiert er, was die Personalisierung angehe, müssten die Sachkostenträger die Arbeit alle Mitarbeiter genau reflektieren, „wie beispielsweise die tägliche Leistung des Hausmeisters“. Bei der Haushaltsverabschiedung, erinnert Maschlanka die geladenen Politiker daran, „bitte vergesst mir die beruflichen Schulen nicht“. Den Ausbildungsmarkt zu sättigen, sehe er als Forderung an die Schule. „Meine Tätigkeit ist gut angelaufen, es gab nicht ein Ressentiment“, resümiert er.

Seine frühere Kollegin, Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot (SPD), charakterisiert ihn als „Teamplayer“, der nun als SPD-Kreistagsmitglied „in einer Doppelrolle unterwegs ist“. Während der vergangenen fünf Jahre war Maschlanka am Ministerium für Bildung und Kultur als Referatsleiter zuständig für die Personalisierung von 20 Berufsschulen. Zusätzlich, so die Staatssekretärin weiter, scheue er keine Auseinandersetzung, die über den Arbeitsalltag hinausgehe. Sie habe ihn als Netzwerker kennengelernt, der anderen Menschen die Hand reicht.



Und dessen erste Dienstbesprechung steigt am Frühstückstisch mit Ehefrau Sigrid. „Das ist der beste Einstieg in den Schulalltag“, weiß Studiendirektor Maschlanka. Das Abitur hat er seinerzeit am St. Wendeler Cusanus-Gymnasium abgelegt, daraufhin Politikwissenschaft und Anglistik an der Universität Trier und ein Stipendienjahr an der State University New York at Fredonia (USA) studiert. Mit dem Abschluss für das Lehramt der Sekundarstufe zwei begann Maschlanka seine Tätigkeiten an den beruflichen Schulen des Saarlandes; im ersten Jahr parallel zur Bildungstätigkeit im St. Wendeler Adolf-Bender-Zentrum. Zu seinen bisherigen Aufgabengebieten im beruflichen Schulwesen hat der Unterricht in den Bereichen technisch-gewerblich, sozialpflegerisch und kaufmännisch gehört. Des Weiteren war Maschlanka über mehrere Jahre Fachleiter für das Fach Englisch an beruflichen Schulen, wobei er für die Ausbildung von zukünftigen Lehrern gesorgt hat.

„Von daher weiß er auch, was sind die Bedürfnisse eines Lehrers. Er wird sich dazu die Zeit nehmen, um den Bedürfnissen Rechnung zu tragen“, meint Streichert-Clivot. Hubert Maschlanka bringe als Schulleiter vieles mit. Er werde mit Weitsicht, Herz und Engagement an die Sache rangehen. „Es gibt viel zu tun, lieber Hubert, die Arbeit geht dir nicht aus“, prophezeit Streichert-Clivot ihrem ehemaligen Arbeitskollegen.