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Aktionstag
Hinein in die Welt von Fresenius

Tour anlässlich der „Langen Nacht der Industrie“ im vergangenen Jahr: Christian Schley mit einigen Besuchern bei der Gasturbine.
Tour anlässlich der „Langen Nacht der Industrie“ im vergangenen Jahr: Christian Schley mit einigen Besuchern bei der Gasturbine. FOTO: Christian Schall
St. Wendel. Wenn diesen Donnerstag die „Lange Nacht der Industrie“ startet, bietet auch das Fresenius-Werk in St. Wendel eine Tour an. Was die Teilnehmer erwartet, verrät der neue Werksleiter. Von Evelyn Schneider

Am Abend durch die Produktionshalle eines Weltkonzerns schlendern, einen Blick hinter die Kulissen erhaschen: Das ermöglicht Fresenius angemeldeten Besuchern an diesem Donnerstag, 27. September. Bereits seit 2012 beteiligt sich das Unternehmen am Standort St. Wendel an der „Langen Nacht der Industrie“. Vor mehr als 40 Jahren wurden in der Kreisstadt die ersten Dialysatoren entwickelt. Heute ist das Werk in St. Wendel einer der weltweit größten Produktionsstandorte für Dialysatoren, Membranen und Peritonealdialyse-Produkte von Fresenius Medical Care. Außerdem ist es von großer Bedeutung in Sachen Forschung und Entwicklung.


Diese und weitere Fakten erfahren die Teilnehmer bei der Industrie-Nacht. Das Programm beginnt um 18 Uhr mit einer Werks-Präsentation von Gerhard Breith. Der 52-Jährige ist seit Mai der neue Werksleiter in St. Wendel und bereits seit 20 Jahren im Unternehmen. Im Anschluss an die Präsentation geht es für die Besucher in Gruppen über das Werksgelände. „Die gesamte Tour ist ein Highlight“, verspricht Breith lächelnd. „Alle Stationen werden beeindrucken.“

Welchen Stellenwert das St. Wendeler Werk habe, das sei wohl vielen vor dem Besuch nicht bewusst. Was auch damit zusammenhänge, dass Unternehmen aus dem medizinisch-technischen Bereich nicht so stark in der Werbung vertreten sind. Umso wertvoller sei eine Gelegenheit wie diese, den Menschen live vor Ort die Produktion zu zeigen. Ihnen Wissenswertes zum Unternehmen und den einzelnen Produkten mit auf den Weg zu geben. Aktuell sind im Innovations- und Technologie­zentrum St. Wendel etwa 1800 Mitarbeiter beschäftigt. „Sie sind stolz, hier für die Menschen Produkte herzustellen, die ihr Leben erst möglich oder lebenswert machen“, sagt der 52-Jährige.



Erfahrungsgemäß sind auch viele junge Menschen bei den Touren anlässlich der „Langen Nacht der Industrie“ dabei. Dennoch würde sich Werksleiter Breith über ein noch stärkeres Interesse freuen. Was die Zukunft des Innovations- und Technologie­zentrums in der Kreisstadt betrifft, kann er Positives vermelden: „Fresenius setzt auf das Werk in St. Wendel.“ Und das soll weiter wachsen. Eine Investition von etwa 41 Millionen Euro in den Werksausbau für 2018 sei geplant. Für die nächsten Jahre sind beispielsweise weitere Produktionseinheiten und Erweiterungen am Standort vorgesehen.

Hans-Wendel Bassing erklärt den Kernprozess der Membranherstellung, den Spinnprozess bei Fresenius Medical Care in St. Wendel.
Hans-Wendel Bassing erklärt den Kernprozess der Membranherstellung, den Spinnprozess bei Fresenius Medical Care in St. Wendel. FOTO: Christian Schall
Gerhard Breith ist seit Mai 
dieses Jahres Werksleiter bei Fresenius Medical Care in St. Wendel.
Gerhard Breith ist seit Mai dieses Jahres Werksleiter bei Fresenius Medical Care in St. Wendel. FOTO: Evelyn Schneider