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Symphonie-Konzert
Die unbewohnte Insel in Kusel

Kusel. Westpfälzisches Symphonieorchester spielt bei Herbstkonzert die „L’Isola Disabitata“. Von red

Der Musikverein Kusel lädt zum traditionellen Herbstkonzert mit dem Westpfälzischen Symphonieorchester in die städtische Fritz-Wunderlich-Halle. Termin ist Samstag, 24. November, Beginn ist um 20 Uhr.


„L’Isola Disabitata“ (Die unbewohnte Insel) ist ein Libretto von Pietro Metastasio, der im 18. Jahrhundert als Hofdichter in Wien tätig war. Das Werk, welches um den Gegensatz von Natur und Zivilisation kreist, inspirierte viele Komponisten zur Umsetzung in Töne, so auch Joseph Haydn. Seine „Azione Teatrale“, deren Ouvertüre während des Konzertes erklingt, wurde 1779 in Eszterhaza uraufgeführt. Der „Reigen seliger Geister“ von Christoph Willibald Gluck stammt aus seiner Oper Orpheus und Eurydike und wurde schon bald nach der Entstehung Mitte des 18. Jahrhunderts unglaublich populär.

Das Doppelkonzert für Violine, Oboe und Orchester von Johann Sebastian Bach gibt es auch in einer Fassung für zwei Cembali und Orchester. Welche Fassung nun das Original, und welche eine spätere Bearbeitung ist, kann noch nicht sicher entschieden werden.



Solistin an der Geige ist Diana Dobers, seit 2016 Konzertmeisterin des Westpfälzischen Symphonieorchesters. Sie studierte Violine bei Professor Gerhart Hetzel, dem Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. An der Musikhochschule Wien legte sie die künstlerische Reifeprüfung mit dem Diplom ab. Ein anschließendes Studium der Musikpädagogik beendete sie mit Auszeichnung. Seit 1999 ist sie Violinlehrerin an der städtischen Musikschule Altensteig und musiziert in verschiedenen Ensembles.

Anne Villiger, Solistin an der Oboe, kommt aus einer musikbegeisterten Familie. Als Mitglied im familiären Blockflötenquintett war fortan das Musizieren im Ensemble Alltag. Mit 13 Jahren erhielt sie Oboenunterricht bei Gisela Sedlak. Mit ihrer Lehrerin hatte sie über viele Jahre hinweg die Möglichkeit, das Oboenrepertoire kennenzulernen und zur Aufführung zu bringen. Die Aktivitäten in musikalischen Kreisen begleiten sie bis heute und bringen immer wieder neue Möglichkeiten auch international auf Konzerttourneen mitzuwirken.

Der 17-jährige Musikstudent Georges Bizet benötigte für die Komposition seiner Symphonie C-Dur im Jahr 1855 lediglich einen Monat. Da sich der Komponist nicht weiter um die Aufführung kümmerte, landete das Werk nach einigen Umwegen im Archiv des Pariser Konservatoriums. Erst 1935 wurde es wiederentdeckt, und es war bald klar, welches Juwel dort gelegen hatte. Noch im selben Jahr erfolgte die Uraufführung des Werkes unter der Stabführung von Felix Weingartner.

Karten an der Abendkasse und im Vorverkauf in der Paracelsus-Apotheke, Kusel. Kartenvorbestellung: Telefon (0 63 81) 32 05.