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Leserbrief
Riotte verdient Unterstützung

Zu „Gleiches Recht für alle“ Von red

Leider sind in dem Bericht „Gleiches Recht für alle“ nicht alle Punkte dargelegt beziehungsweise weitgehender recherchiert worden. Dass Rampen für Behinderte einer DIN-Norm unterliegen, ist zwar richtig. Dazu gibt es allerdings etliche Unterscheidungsmerkmale – im Bericht wird nur eines genannt. Eine Anlage wie von der Stadt beschrieben, müsste an der Fußgängerbrücke nicht gebaut werden. Es gibt in St. Wendel Beispiele, die nicht der genannten DIN entsprechen, aber der Sache dienen. Viele Brückennutzer überqueren die Brücke, um zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Optiker zu gehen und viele benötigen einen Rollator oder einen Stock und können die Brücke nicht nutzen. Von diesen Menschen mit (Geh)behinderung wird allerdings verlangt, dass sie einen unbequemen Umweg machen, der um ein Vielfaches länger als der Brückenweg ist. Es sollte doch wohl eher umgekehrt sein. Aber auch Fußgänger mit Einkaufs-Trolley, mit Kinderwagen oder Ähnlichem haben ein Problem. Mit welcher Logik wurde da geplant und gebaut? Für wen ist denn nun die Brücke? Für viele ist das ein Aufreger, viele haben geschimpft, nur eine tut was und wird deshalb nun teilweise übel beschimpft. Jeder der Hella Riotte kennt weiß, dass sie für alle nur das Beste möchte. Sie hat viel Zeit aufgebracht und mehr als hundert Unterschriften gesammelt. Man sollte dies unterstützen.


Uschi Keller, St. Wendel