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Heimat- und Kulturverein
Heimatverein Ostertal zieht positive Bilanz für 2017

Niederkirchen. Bei der Mitgliederversammlung des Heimat- und Kulturvereins Ostertal in Niederkirchen sprach der Vorsitzende Hans Kirsch über ein erfolgreiches Vereinsjahr 2017. Wichtigstes Ereignis sei die Herausgabe des vierten Bandes der „Chronik des mittleren Ostertals“ gewesen. Nach 15 Jahren historischer Recherche der Autoren Hans Kirsch und Klaus Zimmer habe das zweibändige Werk, das die Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches beschreibt, im Kulturzentrum vorgestellt werden können.

Bei der Mitgliederversammlung des Heimat- und Kulturvereins Ostertal in Niederkirchen sprach der Vorsitzende Hans Kirsch über ein erfolgreiches Vereinsjahr 2017. Wichtigstes Ereignis sei die Herausgabe des vierten Bandes der „Chronik des mittleren Ostertals“ gewesen. Nach 15 Jahren historischer Recherche der Autoren Hans Kirsch und Klaus Zimmer habe das zweibändige Werk, das die Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches beschreibt, im Kulturzentrum vorgestellt werden können.


Die Einführungsrede habe der Speyerer Historiker Franz Maier gehalten, der von einem Werk sprach, das „mit Geld nicht zu bezahlen“ sei. Die Auflage, berichtete der Vorsitzende, habe 600 Exemplare betragen, der Preis liege bei 42,50 Euro. Knapp zwei Drittel der Auflage sei bereits verkauft. Der Bezirksverband Pfalz habe das Buch für den „Pfalzpreis für Geschichte und Volkskunde“ nominiert und zur Begründung angeführt: „Der Mut, auch die dunkle Geschichte des mittleren Ostertals aufzuarbeiten, verbunden mit einer hohen Intensität an Quellen- und Archivarbeit, dürfte Standards setzen und als richtungsweisend für andere Ortschroniken betrachtet werden.“ Die Rechnerin Brigitte Wailersbacher informierte die Versammlung über finanzielle Aspekte des Buchprojekts. Der relativ niedrige Buchpreis sei nur möglich gewesen, weil zwölf Sponsoren das Projekt unterstützt hätten.

Auch auf anderen Gebieten sah der Vereinsvorsitzende die Arbeit des Heimatvereins von Erfolg gekrönt. So habe man sich dafür eingesetzt, dass die künstlerisch wertvollen Glaswände der Friedhofshallen Marth und Saal, die vor dem Abriss stünden, ausgebaut und einer neuen Verwendung zugeführt werden. Schließlich habe die Stadt
St. Wendel beide Glaswände der protestantischen Kirchengemeinde Niederkirchen überlassen, die das Glas aus Marth in drei Kirchenfenster der Margarethenkirche einbauen ließ und das Glas aus Saal in die Kindertagesstätte Niederkirchen. Die historische Fahne von 1925 des aufgelösten Krankenunterstützungsvereins Hoof sowie Uniformen und Kopfbedeckungen von Mitgliedern habe der Heimatverein an das Historische Museum des Saarlandes in Saarbrücken gegeben.