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Halloween in der City
In St. Wendel steigt eine Monsterparty

Skelette, Zombis, Hexen, Geister und Teufel – viele Besucher flanieren an Halloween verkleidet durch die Kreisstadt.
Skelette, Zombis, Hexen, Geister und Teufel – viele Besucher flanieren an Halloween verkleidet durch die Kreisstadt. FOTO: Josef Bonenberger
St. Wendel. Düstere Gestalten erobern am 31. Oktober die Gassen. Passend zu Halloween gibt es dann auch wieder gruselige Shows, Musik und Zauberei. Von Sarah Konrad

Die Lichter in Rathaus und Saalbau erlöschen, farbiger Rauch quillt aus den Kellern, verzweifelte Hilfeschreie hallen durch das Dunkel. Zombies, Geister, Hexen, Magier und andere seltsame Gestalten erwachen aus ihrem Sommerschlaf und greifen nach der Macht. Auch bei der sechsten Auflage von Halloween in der City werden Monster wieder einen Abend lang das Sagen in der Kreisstadt St. Wendel haben.


Die wohl größte Halloween-Party im Südwesten – wie Organisator Georg Lauer das Event beschreibt – steigt am Mittwoch, 31. Oktober. Ab 17 Uhr haben die Furcht erregenden Gestalten freie Bahn. „Ein riesiger Kerl wird wieder durch die Stadt stolzieren, begleitet von einer kleinen Frau. Beide sind einer längst vergangenen Zeit entsprungen“, beschreibt Lauer. Wen er damit meint? Klar, den Yeti und seine Freundin, die Neandertalerin. Sie sind schon Stammgäste bei der Monsterparty in St. Wendel. Auch die drei schrulligen XXL-Waldameisen haben sich wieder angekündigt. Jedes Jahr an Halloween packt sie die Abenteuerlust. Weit weg von Ameisenhaufen und Königin hat sich das Trio neu sortiert. Eine hat das Kommando übernommen. Unter ihrer Führung marschieren sie unerschrocken, rhythmisch und geräuschvoll durch die Geisterstadt.

„Wir hoffen, dass sich auch ganz viele Besucher verkleiden“, sagt Lauer. Da würden Ochsenblut, Hexenpunch und Zombie-Geist doch gleich viel besser schmecken. In den vergangenen Jahren hätten viele Gäste wirklich aufwendige Kostüme getragen. „Sie haben sich richtig viel Mühe gemacht und die engagierten Monster teils sogar übertroffen“, berichtet Lauer. Und er hat noch einen Tipp für alle, die sich nicht zutrauen, selbst ein Grusel-Make-Up aufzutragen. „Wer will, kann sich im Schminkzelt von Profis verwandeln lassen“, erklärt der Organisator. Gleich nebenan, auf der SR-1-Bühne, könnten sich die Besucher dann fotografieren lassen. Und das Bild kostenlos mitnehmen. Eintritt zahlen müssen die Gäste übrigens für das komplette Halloween-Event in der Kreisstadt nicht. Auch die zahlreichen Shows sind laut Lauer für die Besucher kostenfrei.



So spielen ab 18.30 Uhr Giesbert & die Unerschrecklichen am Saalbau. Am Wendelinusbrunnen rockt ab 19 Uhr die Band The Horse. „Diese Musik-Gruppen sind neu“, sagt der Organisator. Er würde gerne jedes Jahr das Programm komplett umstellen. Doch es sei schwierig, gute und bezahlbare Künstler im Grusel-Metier zu finden. Damit sich die Besucher nicht langweilen, haben die Veranstalter einige Neuerungen bei der Grusel-Deko parat. „Wir präsentieren viele neue Attraktionen, Licht- und 3-D-Effekte“, kündigt Bürgermeister Peter Klär (CDU) an.

Ein alter Bekannter ist hingegen Meister Eckart aus Ulm. Er wird ab 19 Uhr auf der Bühne am Cusanushaus stehen und einen gruseligen Mix aus Fakirshow und Zauberei für Kinder präsentieren. „Seine Show passt perfekt zu der Veranstaltung. Sie ist mystisch und lustig zugleich“, betont Lauer. Ein weiterer Grund, warum er den Künstler immer wieder gerne einlädt, sei die Art und Weise, wie er das Publikum in seine Show mit einbindet.

Zusammen mit ihren Zuschauern zu performen, ist auch die Leidenschaft der Gruppe Firefingers aus Israel. In ihrer Show jonglieren die Künstler mit brennenden Stäben, schleudern lodernde Bänder durch die Luft und schlucken Feuer. Sie treten an dem Abend zwei Mal vor der Basilika auf. Um 20 Uhr und zum Abschluss des Spektakels um 22.30 Uhr. Danach ist in der Regel Schluss mit lustig. Die meisten Untoten kehren zur Geisterstunde zurück in ihre Gruft oder treffen sich zum Absacker in den Kneipen. Diese Erfahrung hat Lauer in den vergangen Jahren gemacht.

Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite www.sankt-wendel.de.

Der legendäre Yeti und seine Freundin, eine Neandertalerin, gehören zu Halloween in der City einfach dazu.
Der legendäre Yeti und seine Freundin, eine Neandertalerin, gehören zu Halloween in der City einfach dazu. FOTO: Josef Bonenberger
Sie sind schon Tradition: Die Gruppe Firefingers aus Israel zeigt bei Halloween in der City Jahr für Jahr ihre Feuershow.
Sie sind schon Tradition: Die Gruppe Firefingers aus Israel zeigt bei Halloween in der City Jahr für Jahr ihre Feuershow. FOTO: Georg Lauer/Gog Concept
Meister Eckart, ein Magier aus der düsteren Ecke, ist gleich bei zwei Halloween-Veranstaltungen im St. Wendeler Land zu Gast.
Meister Eckart, ein Magier aus der düsteren Ecke, ist gleich bei zwei Halloween-Veranstaltungen im St. Wendeler Land zu Gast. FOTO: Georg Lauer/Gog Concept