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Greenpeace macht bei McDonald's gegen Gentechnik mobil

St Wendel. Matthias Zimmermann

Mit einer Plakataktion haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in St. Wendel vor dem Einsatz von genmanipuliertem Futter bei der Geflügelmast gewarnt. Am Eingang der Mc-Donald's-Filiale plakatierten sie entsprechende Hinweise. Zusätzlich wiesen sie mit Graffiti am Boden vor der Schnellrestaurantkette auf ihr Anliegen hin.

Wie St. Wendels Greenpeace-Sprecherin Josefine Dittmann mitteilt, lasse sich der Konzern vom zweitgrößten Geflügelproduzenten Deutschlands, Rothkötter, beliefern. In fünf Proben dessen Hähnchenfutters habe Greenpeace zu 100 Prozent Gentechnik nachgewiesen. Dabei belege eine aktuelle Forsa-Umfrage mit 1002 Teilnehmern im Auftrag von Greenpeace , dass Verbraucher sowohl auf Gentechnik als auch Antibiotika-Einsatz im Tierfutter verzichten wollen. Gleichzeitig prangerten die Ökoaktivisten die "miserable Hatung der Tiere" an. Das belege aktuelles Fotomaterial, das der Organisation vorliege. Ethische Grundsätze sowie Folgen für Mensch und Umwelt seien für den Widerstand ausschlaggebend.

Die Aktion in der Kreisstadt verlief ohne Zwischenfälle. McDonald's habe bisher auf den bundesweiten Protest nicht reagiert. Was für Greenpeace die Lage zusätzlich verschärft: Bis vor einem Jahr habe die Fast-Food-Kette auf Genfutter verzichtet, es dann aber wegen marginaler Gewinnzuwächse wieder von den Lieferanten einsetzen lassen. "Dadurch sparen sie einen Cent pro Burger", sagt St. Wendels Greenpeace-Gruppenkoordinator Franz Eckert .