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Ganz oben dank Ferien- und Nationalpark

St Wendel. Melanie Mai

Dank Center-Parcs und Nationalpark ist im Landkreis St. Wendel in Sachen Tourismus richtig was los. Das untermauerte Landrat Udo Recktenwald beim 24. Wirtschaftstag im Saalbau (wir berichteten) mit Zahlen. "Noch nie hat ein touristisches Jahr im St. Wendeler Land solche Erfolgszahlen wie 2014 aufweisen können." 900 000 Übernachtungen bei 217 000 Gästen. Um knapp 47 Prozent sei die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer wuchs von 3,1 auf 4,1 Tage. Die Zahl der ausländischen Gäste nahm ebenfalls stark zu. Immer mehr Luxemburger, Franzosen, Belgier und Schweizer seien zu Gast. Ein Jahr nach der Eröffnung habe der Ferienpark etwa 540 000 Übernachtungen verbucht - das sei eine Auslastung von 70 Prozent. Hinzu kamen mehr als 58 000 Tagesgäste aus der Region. Das alles habe zu Spitzenplätzen in Deutschland geführt. Laut Recktenwald betrugen im Bundesschnitt die Zuwächse der Übernachtungen 2014 2,5 Prozent, das Saarland stehe mit 16,3 Prozent an der Spitze. Wirtschaftlich bedeute dies: "Der Tourismus spülte 2014 knapp sechs Millionen Euro an Steuergeldern in die Kassen des St. Wendeler Landes."

Recktenwald ist überzeugt, dass das Saarland, konkret Nohfelden und Nonnweiler, überdurchschnittlich vom Nationalpark profitieren werde. Denn hier seien 27 der 87 zertifizierten Gaststätten, außerdem 74 der 147 Beherbergungsbetriebe. In diesem Zusammenhang hatte Recktenwald eine gute Nachricht parat: Die Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land, die die touristische Nutzung des kulturhistorischen Erbes forciere, hat die Zusage für die neue Förder-Periode des Leader-Programmes bekommen.