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| 20:30 Uhr

Volleyball
Fellbach das Fell über die Ohren gezogen

Wie eine Wand: Steve Weber und Connor Lammey (von rechts) blocken hier einen Schmetterball von Ole Lepthin ab.
Wie eine Wand: Steve Weber und Connor Lammey (von rechts) blocken hier einen Schmetterball von Ole Lepthin ab. FOTO: Franz Rudolf Klos / B & K
St. Wende. Die Volleyballer des TV Bliesen haben in der 3. Liga Süd einen klaren 3:0-Heimsieg gegen den SV Fellbach II eingefahren. Die 450 Zuschauer konnten dabei gleich doppelt feiern: Denn Bliesen hat jetzt den Ligaverbleib in der Tasche. Von Philipp Semmler

l Der dritte Satz in der Volleyball-Drittliga-Partie zwischen dem TV Bliesen und dem SV Fellbach II am Samstagabend: Die Gastgeber führen im Sportzentrum St. Wendel mit 2:0 nach Sätzen und liegen im dritten Durchgang mit 17:10 vorne. Bliesens Till Hoffmann wehrt einen Schmetterball der Gäste mit einem tollen Reflex ab, doch der Ball springt etwas unkontrolliert nach hinten. Verloren ist der Punkt aber noch lange nicht: Tobias French hechtet dem Spielgerät hinterher und schlägt es aus großer Distanz wieder Richtung Netz. Seine Rettungsaktion wird zur perfekten Vorlage für den am Netz lauernden Steve Weber. Der Luxemburger knallt die Kugel humorlos zum 18:10 für den TV ins gegnerische Feld. Die Fans toben, und bei den Gästen gehen nun endgültig die Köpfe runter. Wenig später ist die Partie beendet – Bliesen feiert einen klaren 3:0-Erfolg (25:18, 25:15, 25:20).

Der Ballwechsel, der zum 18:10 führte, war ein Beleg dafür, dass Bliesen am Samstag einen Tag erwischt hatte, an dem nahezu alles gelang: Das Team von Trainer Gerd Rauch verteidigte stark, schloss seine Angriffe souverän ab – und der Block stand wie eine Wand.

Allen voran Lukas Kaiser ließ die gegnerischen Angriffe ein ums andere Mal an seinen Händen abprallen. „Wir haben die Blockabwehr im Training ein wenig geübt – und das hat alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, erklärte der 28-Jährige nach der Partie strahlend.

Gut gelaunt war auch Teamkollege Jonas Weber. Der 20-Jährige stand erstmals über die komplette Spielzeit als Libero auf dem Feld. „Das habe ich vorher noch nie in meiner Karriere gemacht. Am Anfang war ich ein wenig nervös. Aber nachdem die ersten Bälle gesessen haben, war es einfach nur ein supertolles Spiel.“ Weber war von der Außen-Annahme auf die Libero-Position gerückt, weil Stamm-Libero Sandy Schumacher wegen eines privaten Termins fehlte und Vertreter Julian Zewe mit einer Erkältung nur auf der Bank saß.

Dass der Einsatz von Weber auf dieser Position überraschend kam, war auch an der Tatsache zu erkennen, dass der TV kein Libero-Trikot (es unterscheidet sich farbig von den Trikots der anderen Teammitglieder) für den 20-Jährigen hatte: Weber lief mit dem blauen Shirt mit der Nummer acht und der Aufschrift „Zewe“ auf. „Vielleicht bekomme ich ja jetzt ein eigenes Trikot“, sagte der Nachwuchs-Akteur lachend.

 Auch der Trainer war mit Webers Leistung zufrieden. „Er hat das gut gemacht“, freute sich Gerd Rauch. Aber auch für alle anderen Akteure hatte Rauch ein Lob: „Wir sind sehr dominant aufgetreten. Das 3:0 heute war noch einmal deutlich besser als das 3:0 vor 14 Tagen im Heimspiel gegen Radolfzell.“

Durch den Sieg kann Bliesen schon jetzt mit den Planungen für eine weitere Saison in der 3. Liga beginnen. Denn das primäre Saisonziel Klassenverbleib hat das Rauch-Team nun erreicht. Vier Spieltage vor dem Runden-Ende hat der TV zwölf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – ein Vorsprung, der nur noch theoretisch verspielt werden kann.

„Wir hatten ohnehin nie in den Köpfen gehabt, dass wir absteigen könnten“, erklärt Mittelblocker Kaiser. „Aber natürlich ist es schön, dass wir jetzt befreit aufspielen können. Jetzt wollen wir noch ein paar weitere Siege holen.“ Die nächste Gelegenheit dazu hat Bliesen am 17. Februar. Dann ist der TV um 19.30 Uhr beim USC Konstanz zu Gast.