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Familienfest
Hier kamen Klein und Groß auf ihre Kosten

Trommeln und Tanzen mit dem Musiker Dédé Mazietele Vavi – vor allem für die Kleinsten war das ein Riesenspaß.
Trommeln und Tanzen mit dem Musiker Dédé Mazietele Vavi – vor allem für die Kleinsten war das ein Riesenspaß. FOTO: B&K / Bonenberger/
St. Wendel. Zum Familienfest hatte das Sozial-Ministerium auf St. Wendels Schlossplatz geladen. Musik und Mitmachangebote gehörten zum Programm. Von Jennifer Sick

Eine Clownin springt zwischen lachenden Kindern umher und pustet Seifenblasen über deren Köpfe. Einige Schritte weiter versuchen Mädchen und Jungen, gelbe Plastikenten aus einem sprudelnden Bassin zu angeln, während nebenan Jugendliche in einem großen Container auf Tauchgang gehen.


All das und noch einiges mehr konnten Besucher am Samstag auf dem St. Wendeler Schlossplatz erleben. Denn dorthin hatte das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zum mittlerweile dritten Familienfest geladen. Rund 30 Vereine und Organisationen waren an der Veranstaltung beteiligt und boten den gesamten Tag über unterschiedlichste Mitmachaktionen und Beratungsstellen rund um das Thema Familie an. „Wir machen das, um den Familien vieles zu geben, was einfach mal nichts kostet“, erklärte Ministerin Monika Bachmann (CDU), als sie am Nachmittag das Fest besuchte.

Und tatsächlich gab es so viel Angebote, dass es für die Besucher ein Leichtes war, mehrere Stunden auf dem Fest zu verbringen, ohne sich auch nur eine Sekunde zu langweilen. Vom Kinderschminken über Glücksraddrehen bis hin zum Kartoffeldruck war alles dabei. Und die Veranstalter bemühten sich auch, passende Aktionen für jede Altersstufe anzubieten. So konnten sich die kleineren Kinder zum Beispiel auf einer Hüpfburg oder auch bei einem Bewegungsparcours austoben, den die Kindertagesstätten Heilige Familie Winterbach und St. Martin Niederlinxweiler gemeinsam aufgebaut hatten. Dabei galt es, einen Tischtennisball über mehrere Hindernisse sicher ins Ziel zu bringen und sich am Ende eine Belohnung abzuholen. Hilfe bekamen die Kids dabei von den Mitarbeitern der beiden Kitas.



Wer sich lieber kreativ ausleben wollte, hatte auch dazu zahlreiche Gelegenheiten. Großen Anklang fand zum Beispiel das Farbschleudern am Stand des Heilpädagogischen Zentrums Oberthal. Dort mussten die Teilnehmer Wasserfarben auf eine Drehscheibe träufeln und so ein möglichst buntes Bild erschaffen. Ein großer Spaß für die Kids, denn das Ergebnis sahen sie erst, wenn die Scheibe am Ende stehenblieb. Das begeisterte die jungen Künstler so sehr, dass Sebastian Giehl und seine Kollegin Christel Später schon nach wenigen Stunden den gesamten Boden um ihren Stand herum mit trocknenden Wasserfarbkunstwerken zugepflastert hatten. Und auch die vielen anderen Vereine, die unterschiedlichste Bastelangebote dabei hatten, konnten sich in Sachen Zulauf nicht beschweren.

Ebenfalls richtig viel zu tun hatte Ballonkünstler Tim Scherer. Er modellierte auf Wunsch Katzen, Hunde, Marienkäfer und viele andere Tiere für die Besucher des Festes. „Ballontiere kommen immer gut an“, ver-
riet er mit einem Grinsen. „Und zwar nicht nur bei den Kindern.“ Generell war das Fest eben auf die ganze Familie ausgerichtet. So konnten sich auch die Erwachsenen amüsieren, etwa beim Minigolfen oder am Cocktail-Stand, wo es alkoholfreie Mischungen gab.

Etwas ganz Besonderes hatte sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk St. Wendel ausgedacht. Dort konnten Jugendliche ab zwölf Jahren in einem Container gemeinsam mit einem Lehrer einen Tauchgang absolvieren. „Das Wasser ist zwei Meter tief und hat eine Temperatur von 14 Grad“, erklärte Lars Kühn von der DLRG. Wer sich traute, durfte eine komplette Tauchausrüstung anlegen, bekam noch einige Instruktionen von einem Tauchlehrer und konnte dann für gut zehn Minuten unter Wasser. „Die kommen alle mit einem breiten Grinsen wieder raus“, freute sich Kühn.

Abgerundet wurde das Familienfest von einem Bühnenprogramm, das von Musik über Zauberei bis hin zu Akrobatik reichte und den gesamten Tag über für weitere Abwechslung sorgte.

Rund 30 Vereine boten beste Unterhaltung, zum Beispiel „Die Clowns“ der Kinderhilfe Saar.
Rund 30 Vereine boten beste Unterhaltung, zum Beispiel „Die Clowns“ der Kinderhilfe Saar. FOTO: B&K / Bonenberger/