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Eindrücke
Familien, Fans und flotte Füße

Familie zeigt Teamgeist: Nicole, Julia und Peter Kapitza (von links) treten zusammen bei Halbmarathon an. Für Tochter Julia war es die Premiere. Papa Peter ist schon ein erfahrener Läufer.
Familie zeigt Teamgeist: Nicole, Julia und Peter Kapitza (von links) treten zusammen bei Halbmarathon an. Für Tochter Julia war es die Premiere. Papa Peter ist schon ein erfahrener Läufer. FOTO: B&K / Bonenberger/
 St. Wendel. Die Neuerung hat gefunkt: Mehr Teilnehmer und Freude bei den Sportlern über die veränderte Streckenführung. Ein Stimmungsbild. Von Frank Faber

Beim zwölften Marathonlauf in St. Wendel waren die Organisatoren von der Bundesstraße 41 abgerückt. Stattdessen konnten die Sportler erstmals über die schmalere Bahntrasse (Wendelinus-Radweg) ihre Kilometer abspulen. „Die Änderung ist super, aber dadurch ist die Strecke nicht schneller geworden“, relativierte Jörg Hooß (LTF Marpingen), der am Sonntag seinen 100. Marathon unter der Drei-Stunden-Marke (2:47,54) absolvierte. Genau wie seine  Ehefrau Tanja (3:20,00 Stunden) landete er in der Saarwertung auf dem dritten Platz.


„Kein Hamburg, kein Berlin, hier ist die Luft viel sauberer, die Strecke ist gut“, sagte der St. Wendeler Markus Wagner, der noch bei keiner Kreisstadt-Tour gefehlt hat. Mehr Natur links und rechts des Asphalts, statt eines langweiligen und sich dahinziehenden Abschnitts. Fünf Kilometer ging es diesmal über den Radweg in Richtung ehemaliger Bahnhof Bliesen. „Am Wendepunkt war das Highlight des gesamten Laufes, das hatte ich mir nicht so vorgestellt“, meinte Peter Kapitza. Dort wurden die Sportler kräftig angefeuert. Der Güdesweiler war mit Gattin Nicole und der 16-jährigen Tochter Julia über die Halbmarathon-Distanz gestartet. Von Kindern wurden sie an der Wendemarke abgeklatscht und der Bliesener Musikverein machte Stimmung. Erstmals bewegte sich die Handballerin Julia Kapitza (DJK Oberthal-Namborn) in einem derartigen Teilnehmerfeld. „Ich fand es gar nicht so anstrengend“, sagte sie nach den 21,1 Kilometern.

Am Ende der Ex-Bahntrasse ging es für die Teilnehmer kurz bergab. „Don’t stop“ (Fleetwood Mac) spielte The Cubes, als die Spitze der Marathonis vor ihrer Zeltbühne runter flitzten. Entweder beim Frühschoppen oder dem Mittagessen konnte der Gast von seinem Sitzplatz im Restaurant Felsenmühle aus vorbeihuschende Sportler beobachten.



Fast 2000 jüngere und ältere Menschen rannten am Sonntag auf den Straßen der Kreisstadt: davon etliche mit dem Ziel, eine gute Zeit zu erreichen. Andere, um den inneren Schweinehund zu besiegen.

Wer jedoch in Richtung Urweiler zu flott unterwegs war, von dem wurde ein Foto der anderen Art geschossen. Das Ordnungsamt hatte dort einen Blitzer installiert. Um die leere Stadtkasse zu füllen oder zur Gaudi? Letzteres war der Fall. Auch ansonsten feierte der Stadtteil  mit den Läufern. Die Combo Luigi Botta & Friends aus Diefflen spielte in der Grevener-Arena auf, ein speziell für den Marathon konzipierter Veranstaltungsort.

Tolle Stimmung, als die Marathonläufer die Fans in Urweiler passieren.
Tolle Stimmung, als die Marathonläufer die Fans in Urweiler passieren. FOTO: B & K / Franz Rudolf Klos
Für die Kinder gab es eine eigene Strecke durch die City.
Für die Kinder gab es eine eigene Strecke durch die City. FOTO: B&K / Bonenberger/