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Frauenfußball
Fährt Güdesweiler zum Frauen-Masters?

Lisa Hackel von den Sportfreunden Güdesweiler klärt hier im Finale gegen Dudweilers Sophie Litz. Güdesweiler musste sich dem Favoriten erst im Siebenmeterschießen geschlagen geben. 
Lisa Hackel von den Sportfreunden Güdesweiler klärt hier im Finale gegen Dudweilers Sophie Litz. Güdesweiler musste sich dem Favoriten erst im Siebenmeterschießen geschlagen geben.  FOTO: B & K / Franz Rudolf Klos
Namborn. Die Fußball-Frauen der SF Güdesweiler sind durch Rang zwei beim Qualifikations-Turnier des SV Hofeld auf einen Masters-Platz geklettert. Dabei hatte Güdesweiler noch Pech: Im Finale unterlagen die SF im Siebenmeterschießen. Von Philipp Semmler

Tolle Tore, Spannung bis zum Schluss und eine Entscheidung im Siebenmeterschießen – das Finale beim Frauen-Masters-Qualifikations-Turnier des SV Hofeld bot alles, was die Herzen von Fußball-Fans höher schlagen lässt. Landesligist SF Güdesweiler und Verbandsligist FFC Dudweiler lieferten sich am Sonntag in der Namborner Liebenburghalle einen packenden Schlagabtausch, in dem der favorisierte FFC das bessere Ende für sich hatte: Dudweiler siegte mit 7:5 nach Siebenmeterschießen.


Dudweiler führte schnell mit 2:0. Doch dann drehte Güdesweiler die Partie. Dank eines Doppelpacks von Esther Schneider, die mit acht Treffern auch Torschützen-Königin wurde, und einem Eigentor gingen die Güdesweilerinnen mit 3:2 in Führung. Nach dem 3:3-Ausgleich des FFC gelang Kimberly Bier das 4:3 für den Außenseiter. Doch erneut hatte Dudweiler eine Antwort: Sabrina Keck beförderte den Ball mit einem Schuss in den Winkel zum 4:4 ins Netz. Dabei blieb es bis zum Schluss.

Im Siebenmeterschießen stand es schließlich 6:5 für Dudweiler, als ausgerechnet Schneider für Güdesweiler an FFC-Torhüterin Nadine Schido scheiterte. Anschließend trat Keck als letzte FFC-Schützin an. Sie verwandelte zum entscheidenden 7:5.



Danach war der Jubel bei Dudweiler groß: Denn dank der 8,5 Wertungspunkte für Rang eins hat das Team das Ticket zum Frauen-Masters nun so gut wie in der Tasche. Mit 12,85 Punkten ist der FFC Vierter der Qualifikations-Wertung.

Zwei Plätze dahinter liegen die SF Güdesweiler mit acht Zählern. Und das bedeutet: Wäre jetzt Schluss in der Qualifikation, wären auch die Sportfreunde beim Masters dabei. „Das wäre ein Wahnsinn, wenn wir uns fürs Masters qualifizieren würden“, sagt SF-Trainer Wilfried Jung. „Wir wollten mit den Hallenturnieren eigentlich nur die Winterpause überbrücken, Masters-Ambitionen hatten wir überhaupt keine.“

Für Güdesweiler wäre die Masters-Teilnahme eine Premiere. Allerdings ist Jung pessimistisch, dass Güdesweiler seinen momentanen Rang in der Wertungs-Tabelle verteidigen kann. Der Grund: Der Landesligist spielt am Samstag beim hochkarätig besetzten Turnier des SC Falscheid (in der Sporthalle in Lebach). „Dort werden wir wohl keine Punkte holen“, mutmaßt Jung.

In Lebach und einen Tag später beim letzten Qualifikations-Turnier der Serie, dem Turnier des 1. FFC Homburg, könnten die hinter Güdesweiler lauernden Teams (unter anderem auch der Kreisrivale 1. FC Niederkirchen) noch vorbeiziehen. Und Jung befürchtet, dass genau dies passieren wird: „Ich denke, dass wir am Ende Neunter werden.“ Das würde nicht reichen, denn nur die ersten Acht sind beim Masters dabei.