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Fastnacht
„Es ist toll, die Leute mitzureißen“

Bestens vorbereitet auf die Fastnacht: Die Theatergemeinschaft der katholischen Frauengemeinschaft St. Anna Alsfassen.
Bestens vorbereitet auf die Fastnacht: Die Theatergemeinschaft der katholischen Frauengemeinschaft St. Anna Alsfassen. FOTO: David Bokumabi
St. Wendel. Die Fastnacht geht in den Endspurt. Überall im St. Wendeler Land stehen nun Kappensitzungen an. Auch in Alsfassen. Wir haben eine Probe besucht. Von David Benjamin Bokumabi

Techniker befestigen die Scheinwerfer, Kinder und Jugendliche schmücken die Bühne mit Fastnachtsdeko, Luftballons hängen von der Decke, die Tische werden nach und nach an ihre Plätze geschoben. Fehlen eigentlich nur noch die Gäste. Die Theatergruppe der katholischen Frauengemeinschaft St. Anna Alsfassen steckt mitten in den Vorbereitungen auf die Kappensitzungen. Diesen Samstag tritt die Gruppe um 20 Uhr im Kulturzentrum Alsfassen auf. Inmitten der Vorbereitungen beschreiben Edda Klein, Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft, Evi Färber, Leiterin der Theatergruppe, Monika Eckstein, Christina Schönecker und Marianne Riotte-Brill, was Fastnacht für sie bedeutet. Fastnacht stehe zwar für Stimmung und gute Laune, aber ebenso für eine starke Gemeinschaft. „Die Theatergruppe gibt es schon immer“, sagt Edda Klein lächelnd. Das ist ein wenig übertrieben. Sie selbst ist seit 40 Jahren Mitglied der Frauengemeinschaft. Die meisten Damen sind schon seit mehr als 20 Jahren dabei. „Wir sind schon früher mit unseren Eltern und Großeltern zu den Kappensitzungen gegangen“, ergänzt Monika Eckstein.



Die Stimmung ist entspannt. Die Frauen erzählen von den vielen Auftritten und der Bühnenerfahrung, die man sich über die Jahre aneigne. „Nach dem ersten Lacher fällt die Spannung ab, dann ist man wieder komplett frei“, enthüllt Marianne Riotte-Brill über das Lampenfieber vor Auftritten. Die Frauen berichten von positiven und negativen Momenten, von vergessenen Texten und gelungenen Improvisationen. „Bei so mancher Probe haben wir mehr gelacht als geprobt“, gesteht Christina Schönecker. Großes Gelächter bricht aus, schmunzelnd stimmen die Frauen zu. Freude habe man vor allem dann, wenn die Gäste Spaß haben. Und darum geht es ja bei Fastnacht.

Evi Färber, die jährlich für Programm und Moderation verantwortlich ist, sagt: „Es ist so schön, wenn man auf der Bühne nicht mal mehr zum Sprechen kommt, weil das Lachen der Leute so laut ist.“ Sie fügt hinzu: „Es ist toll, die Leute mitzureißen.“ Die Basis für einen gelungenen Auftritt sei eine gute Probe, und die Basis für eine gute Probe sei eine starke Gemeinschaft. Das strahlt die Gruppe aus. „Der Zusammenhalt innerhalb unserer Gruppe ist stark und wird jedes Jahr auf die Probe gestellt“, bekräftigt Monika Eckstein. Das wirklich besondere an der Faschingszeit sei die Gemeinschaft in der Gruppe, die Proben, das Lachen, das Kritisieren verbunden mit dem Vorankommen. „Es ist auch mal schön, mit den jüngeren Leuten aus dem Dorf in Kontakt zu kommen“, sagt Marianne Riotte-Brill.

Die Frauen betonen, dass der jährliche Aufwand sicherlich anstrengend werden könne, die Arbeit sich aber immer lohne. Spätestens wenn die Leute am Schluss sagen „Das habt ihr richtig toll gemacht, wir kommen nächstes Jahr wieder“. Das ist für sie Ansporn, genauso wie der Spaß, den sie in der Gruppe haben.