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Ein Herzstück für die Gottesdienste

Niederkirchen. In nahezu 15 Jahren musste das Presbyterium mit vielerlei Aktionen und Veranstaltungen die Eigenmittel zur Finanzierung der neuen Orgel aufbringen. Mit Zuschüssen und Darlehen der Landeskirche und des Dekanats Kusel war es nun endlich geschafft. Verbunden damit war auch ein Umbau der Empore

Niederkirchen. In nahezu 15 Jahren musste das Presbyterium mit vielerlei Aktionen und Veranstaltungen die Eigenmittel zur Finanzierung der neuen Orgel aufbringen. Mit Zuschüssen und Darlehen der Landeskirche und des Dekanats Kusel war es nun endlich geschafft. Verbunden damit war auch ein Umbau der Empore. Für Pfarrer Stefan Werner und die ganze Gemeinde ging nun nach langer Zeit ein Wunschtraum in Erfüllung. Oberkirchenrat Manfred Sutter aus Speyer hielt die Predigt über Psalm 150 "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!" Er bewunderte den Mut des Presbyteriums, in der heutigen Zeit solch ein großes Projekt wie die Orgelerneuerung zu wagen. Er sprach allen, die an der Durchführung des Projekts beteiligt waren, seine Anerkennung aus. Die Predigt stand unter dem Motto "Was ist Musik und was macht Musik mit Menschen?" Er zitierte Johann Sebastian Bach und Karl Barth, die beide dem Wesen der Musik für den Gottesdienst eine hohe Stellung einräumten. Musik berühre nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz und das Gefühl. Sie könne Stimmungen ausdrücken und so für die Menschen zu einem Medium von Betroffenheit, der Besinnung oder Freude werden. Er wünschte allen Ostertalern, dass die Orgel für sie zu einem Herzstück der Gottesdienste werden möge. Dekan Ralf Lehr nahm die Einweihung der Orgel vor und sprach seine Anerkennung aus für das gelungene Musikinstrument auf der neuen Empore. Er dankte allen, die sich für ihre Kirche einsetzen. Der Schirmherr Armin Lang freute sich über das gelungene Werk, das für das Ostertal nun ungeahnte kulturelle Impulse bereit halte. Er dankte allen, die sich an der Verwirklichung des Werkes beteiligt haben. Ein besonderes Lob erhielt der Projektchor des Gesangvereins Niederkirchen unter der Leitung von Karl Gerd Schäfer für seine hervorragenden Darbietungen, die einem professionellen Chor in nichts nachstanden. Sutter bezeichnete die Darbietungen als wahrhaft herrlichen Hörgenuss. Zur Finanzierung der neuen Orgel wurden seit mehr als zehn Jahren eine Fülle von Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt: Orgelbasare, eine Orgel-Lotterie, Orgelsekt, dazu Skat-Turniere und Flohmärkte veranstaltet, bei Kaffeenachmittagen und mit Kerwe-Kaffee für die Orgel gesammelt, ein Orgel-Kochbuch zusammengestellt und schließlich Spendensammlungen durchgeführt. So wurden 105 000 Euro aufgebracht. Dazu kommen noch 26 000 Euro Zuschuss und 24 000 Euro zinsloser Kredit von der Landeskirche sowie 25 000 Euro Zuschuss für die Empore und ein Kredit in Höhe von 20 000 Euro vom Kirchenbezirk Kusel. kam