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Unsere Woche
Doctor Who, bitte in die Lindenstraße!

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Auseindersetzung mit Neonazis, Kampf für gleichgeschlechtliche Liebe und überhaupt mehr Toleranz – seit Dezember 1985 flimmert Sonntag für Sonntag die Lindenstraße über die Bildschirme der Fernseh-Republik und thematisiert aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Von Thorsten Grim

Rund 1700 Folgen wurden bislang ausgestrahlt. Und nun soll Schluss sein? Einfach so? Ich kann es noch immer nicht glauben. Obwohl, wenn ich jetzt darüber nachsinne, es gab in jüngster Zeit versteckte Hinweise. Zunächst der Serien-Tod des kiffenden Parkinson-Patienten Hans Beimer. Vermutlich wollte er Schluss machen, ehe sie mit ihm Schluss macht – die Serie. Und dann Klausis dramatischer Gewichtsverlust – sozusagen von der Abrissbirne zum Hungerhaken. Wahrscheinlich aus Gram über das bevorstehende Ende. Auch ich werde nun nie wieder etwas essen, geschweige denn vor dem Fernseher abhängen. Außer dienstags vielleicht, wenn der Zeitreisende Doctor Who mit seiner blauen Notrufzelle auf dem Spartenkanal One regelmäßig die Welt rettet. Nur er kann jetzt noch die Lindenstraße gesunden lassen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.