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Die Weltelite gibt Vollgas

Mit mächtig viel Tempo geht es bei der ADAC Deutschland Rallye auch über Asphalt- und Schotterpisten durch den Landkreis St. Wendel. Rallye-Start ist in Trier. Foto: Mitsouras/dpa
Mit mächtig viel Tempo geht es bei der ADAC Deutschland Rallye auch über Asphalt- und Schotterpisten durch den Landkreis St. Wendel. Rallye-Start ist in Trier. Foto: Mitsouras/dpa FOTO: Mitsouras/dpa
St. Wendel. Am Wochenende rasen die weltbesten Rallye-Piloten mit ihren Boliden durch das St. Wendeler Land. Neben der Wertungsprüfung Bosenberg kehrte auch die in Freisen-Westrich wieder in den Streckenplan der Rallye Deutschland zurück. Frank Faber

Im nächsten Jahr kehrt die ADAC Rallye Deutschland der Moselstadt Trier den Rücken und zieht in das Saarland um. Der deutsche Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft bleibt dort mindestens bis ins Jahr 2020 im Kalender verankert. (wir berichteten). Einen kleinen Vorgeschmack bietet die neunte Sekundenjagd der Top-Piloten bei der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft morgen im St. Wendeler Land. Erstmals starten die Fahrer wieder bei zwei saarländischen Wertungsprüfungen (WP) nahe der Kreisstadt St. Wendel . Die in Freisen-Westrich war schon 2010 als WM-Prüfung im Programm. Sie wird am Samstag als WP 6 und 11 über eine Distanz von 14,73 Kilometern gefahren. Der erste Durchgang startet um 8.15 Uhr, der zweite um 15.28 Uhr. Zwischen dem Start bei Berschweiler und dem Ziel bei Freisen sind fünf Zuschauerzonen.



Gleich im Anschluss steht die unter den Piloten als anspruchsvoll geltende Wertungsprüfung Bosenberg an - es ist die WP 7 und 12. Die Schleife hat eine Länge von 14,45 Kilometern. Die Startzeiten sind 8.41 Uhr und 15.54 Uhr. Direkt nach der Bosenberg-Etappe legen Vorjahressieger und der aktuell in der Fahrerwertung mit 143 Punkten führende Franzose Sébastien Ogier und seine Konkurrenten einen Zwischenstopp in St. Wendel ein. Der ADAC Saarland hat sich gemeinsam mit der Landesregierung und der Stadt dafür eingesetzt, dass die Piloten die für ihre Teams eingerichtete sogenannte "Tyre Fitting Zone" am Bosenbachstadion passieren. Laut ADAC könnten die Fans dort die Rallye-Stars aus nächster Nähe erleben. Jedes Auto hält sich am Samstag in dem Servicebereich für zehn Minuten auf, morgens ab 9.06 Uhr wird das erste Fahrzeug in die "Tyre Fitting Zone" rollen. Nachmittags ab 16.19 Uhr. Den Anwohnern im Bereich der beiden Wertungsprüfungen verspricht Günter Jung: "Wir haben uns bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten", meint der Abteilungsleiter Sport beim ADAC Saarland.

Bei der WP Freisen-Westrich sind ab 5.15 Uhr bis etwa 20 Uhr Straßen und Zufahrtswege im Bereich Berschweiler, Mettweiler, Eckersweiler, Reichweiler und Freisen gesperrt. Rund um die WP Bosenberg werden diese Sperrungen im Bereich Asweiler, Reitscheid, Gehweiler, Leitersweiler und Grügelborn von 5.45 bis 20.15 Uhr andauern. Alle Betroffenen haben als kleines Dankeschön freien Eintritt zur jeweiligen WP.

Insgesamt nehmen die Rallye-Piloten bei den 18 Wertungsprüfungen 306 WP-Kilometer unter die Räder. Wie im Vorjahr geht Volkswagen mit Sébastien Ogier, Andreas Mikkelsen mit 98 Punkten und Jari Matti Latvala mit 87 Punkten von den ersten drei Startplätzen in das Rennen. "Mit der Weltelite können wir nicht mithalten. Wir wollen ankommen und in der Klasse einen guten Mittelplatz belegen", sagt der Neunkircher Uwe Gropp zur Zielsetzung. Hinter dem Steuer seines Citroen DS3 R3T muss sich der 48-Jährige mit Beifahrerin Sina Hildebrandt gegen die Konkurrenten behaupten. "Wir fahren auf bekanntem Geläuf, vielleicht ist das für uns ein kleiner Vorteil", meint Gropp. Am Dienstag hat er die Strecke durch die Weinberge an der Mosel abgefahren. Ebenfalls beim WM-Lauf dabei: Marijan Griebel aus Hahnweiler mit Co-Pilot Stefan Kopczyk im Opel Adam R2. Griebels jüngerer Bruder Felix ist der Beifahrer von Beckingens Mitsubishi-Lancer-Pilot Sebastian Schwinn.