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Die Teilnehmer am Landesfinale „Jugend debattiert” in Saarbrücken stehen fest

Debattierten erfolgreich: Isabel Zajonz (15) und Kim Leoni Schimpf (16) hatten gute Argumente. Foto: Daniel Ames
Debattierten erfolgreich: Isabel Zajonz (15) und Kim Leoni Schimpf (16) hatten gute Argumente. Foto: Daniel Ames FOTO: Daniel Ames
St Wendel. Im Wettbewerb „Jugend debattiert“ haben sich Kim Leoni Schimpf (16) und Isabel Zajonz (15) im Regionalentscheid am Arnold-Janssen-Gymnasium durchgesetzt. Am 26. März geht's für die beiden zum Landesfinale in Saarbrücken. Daniel Ames

Bei hitzigen Debatten bedarf es eines kühlen Kopfes. Doch anders als aus Diskussionsrunden im TV bekannt, ging es beim Regionalentscheid von "Jugend debattiert" gesittet zu - denn ein rauer Ton kann dem Sprecher schon mal entgegen schlagen. In der Aula des Arnold-Janssen-Gymnasiums standen sich jeweils Zweier-Teams zum Schlagabtausch der Argumente gegenüber. Die besondere Herausforderung: Erst am Morgen des regionalen Endausscheids bekamen die Debattanten ihr Teammitglied und das Thema zugeteilt.
Impfung gegen Masern

Im Finale der Sekundarstufe II (Klassen 11 bis 13) ging's um die Einführung einer Pflichtimpfung gegen Masern ; eine brenzlige Frage angesichts der aktuellen Krankheitswelle in Deutschland. Maurice Haßdenteufel vertrat die Pro-Seite: "Der Staat muss seiner Fürsorgepflicht nachkommen und Kinder vor der Erkrankung schützen. Schließlich liegt die Sterberate bei Masern bei 1 zu 3000." Kim Leoni Schimpf verwies derweil auf die Verfassung: "Laut Artikel 6 des Grundgesetzes ist die Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern. Jeder Mensch soll selbst abwägen, ob er sich und seine Kinder impfen lassen will."

Schimpf überzeugt mit flüssigem Vortrag und stichhaltigen Argumenten. Das sah auch die gemischte Jury aus Schülern und Lehrern so. Sie setzte sich in ihrer Altersstufe durch und wird nun schon zum zweiten Male am Landesfinale von "Jugend debattiert" am 26. März in Saarbrücken teilnehmen. Über ihre Motivation beim Debattier-Wettbewerb teilzunehmen berichtet die 16-Jährige Schülerin vom St. Wendeler Gymnasium Wendalinum: "Ich bin politisch sehr interessiert und diskutiere gerne. Bei der Recherche zu den Themen öffnen sich immer neue Positionen." Sie lobte die Atmosphäre beim Regionalentscheid und die Möglichkeit, nette Leute kennenzulernen. Da spiele Nervosität keine große Rolle.

Applaus von den Schülern in der Aula heimste auch Isabel Zajonz (15), ebenfalls vom Wendalinum, ein. Beim Thema "Soll ein Umweltpfand auf Handys eingeführt werden?" besetzte sie die Contra-Position und lieferte ihre Argumente bestimmt sowie sachlich-fundiert. "Eigentlich war ich für das Umweltpfand", sagt sie. Trotzdem sammelte sie in der Vorbereitung genügend Argumente, um vor versammelter Menge zu überzeugen. Die Kulisse bereitete auch ihr keine Sorgen: "Mir hat es Spaß gemacht, vor einem großen Publikum zu diskutieren." Sie geht als Vertreterin der Sekundarstufe I (Klassen 8 bis 10) zum Landesfinale.

"Jugend debattiert" ist ein bundesweit ausgerichteter Schülerwettbewerb, der seit 2002 besteht. Schirmherr ist der Bundespräsident; die Kultusministerkonferenz sowie die Kultusministerien der Länder agieren als Kooperationspartner. Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft sind die Kernkompetenzen, nach denen die Debattanten bewertet werden. Nach der Eröffnungsrunde haben sie zwölf Minuten Zeit, ihre Argumente in freier Aussprache vorzubringen. In der Schlussrunde bleibt eine Minute, um die Streitfrage ein zweites Mal im Lichte aller Argumente darzulegen. Sechs Schulen nahmen beim Regionalverband Saarland-Nord teil. Die Sieger aus den vier saarländischen Regionalverbänden treten am 26. Februar in Saarbrücken gegeneinander an; wer sich dort durchsetzt darf zur Bundesqualifikation nach Berlin. Den sechs Besten winkt eine sechstägige Akademiewoche im Kloster Volkenroda.