| 20:14 Uhr

Die "Buddenbrooks" gastieren im SaalbauDie "Buddenbrooks" auf der Bühne

Das Ensemble der "Buddenbrooks". Foto: SZ/Bernd Böhner
Das Ensemble der "Buddenbrooks". Foto: SZ/Bernd Böhner
St. Wendel. Besuch im Hause Konsul Buddenbrook: Bendix Grünlich, ein Hamburger Geschäftsmann, stellt sich der Familie vor. Die Geschwister Thomas, Christian und vor allem Tony machen sich lustig über ihn. Aber Grünlich wirbt hartnäckig um Tony. Da der Konsul von dem Unternehmen seines potenziellen Schwiegersohns angetan ist, wird die Sache ernst

St. Wendel. Besuch im Hause Konsul Buddenbrook: Bendix Grünlich, ein Hamburger Geschäftsmann, stellt sich der Familie vor. Die Geschwister Thomas, Christian und vor allem Tony machen sich lustig über ihn. Aber Grünlich wirbt hartnäckig um Tony. Da der Konsul von dem Unternehmen seines potenziellen Schwiegersohns angetan ist, wird die Sache ernst. Indessen bereitet sich Thomas auf die Übernahme der stagnierenden Firma Buddenbrook vor. Anders als sein "ungeratener" Bruder Christian zeigt Thomas großen Ehrgeiz. Nach dem Tod des Konsuls übernimmt Thomas den Betrieb. Er ist fest entschlossen, daraus eine Erfolgsgeschichte zu machen. In Gerda Arnoldsen, einer Millionärstochter, findet er die passende Frau. Thomas Buddenbrook macht politisch Karriere und wird zum Senator gewählt. Sogar ein Stammhalter und Firmenerbe wird ihm geboren. Dennoch verliert Thomas die Kontrolle über die Dinge. Die Ehen seiner Schwester scheitern, sein Bruder Christian ist ständig krank oder bankrott, seine Mutter spendet wichtige Vermögensteile der Kirche, seine Frau Gerda flüchtet sich in ihr Geigenspiel und musiziert stundenlang mit einem jungen Leutnant. Hanno, sein eigener Sohn, erweist sich als zu schwach, zu zart für das Geschäft, für dieses Leben....Die "Buddenbrooks" sind Thomas Manns bekanntestes Werk, für das ihm 1930 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde. John von Düffel stellt in den Mittelpunkt seiner Dramatisierung das Schicksal der drei Geschwister Thomas, Tony und Christian. Ihr Scheitern steht stellvertretend für den Verfall der damaligen und gegenwärtigen bürgerlichen Werte und Strukturen. Es spielen unter anderem Klaus Mikoleit, Jan-Hinnerk Arnke, Nadine Nollau Jörg Walter und Heidemarie Wenzel. Regie führt Frank Matthus. Die Aufführung beginnt um 19.30 Uhr und dauert inklusive einer Pause etwa zwei Stunden und 45 Minuten. redKarten können beim Kultuamt am Schloßplatz, Zimmer 105, oder unter Telefon (06851) 809 132) vorbestellt werden.