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Buch aus Kindertagen
Das Mädchen, das mit Tieren spricht

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Mein liebstes Kinderbuch? Gab es da überhaupt eins? Keine Ahnung. Vielleicht kann die Schatztruhe im Keller das Geheimnis lüften. Die Kiste voll alter Bücher offenbart Comics, Märchen und Lexika. Von Sarah Konrad

Besonders fasziniert haben mich wohl die Gänsehaut-Romane. „Die Monster vom Fluss“, „Die Nacht im Turm der Schrecken“, „Die unheimliche Kamera“ – klingt spannend. Erinnern kann ich mich aber an keine einzige dieser Geschichten. Weiterkramen. 20 Bände „Hanni und Nanni“ kommen zum Vorschein. Stimmt, die Abenteuer der Zwillingsschwestern fand ich super. Ich setze meine Suche fort. Plötzlich strahlt sie mich an: Tippi aus Afrika. Ich ziehe das Buch hervor, schlage es auf. Ein Mädchen sitzt auf dem Rüssel eines Elefanten, spielt mit den Eingeborenen, posiert mit Schlangen, klettert auf Mammutbäume und kuschelt mit Leoparden. Wow. Seite für Seite blättere ich weiter. Die Bilder faszinieren mich. Die Geschichten ebenso. Früher wollte ich so sein wie Tippi. Das Buch lag auf meinem Nachttisch. Vorm Einschlafen habe ich die Fotos bewundert, meinen Kuschellöwen in den Arm genommen und von einem Leben im wilden Afrika geträumt. Die Frage nach meinem liebsten Kinderbuch ist somit wohl geklärt: Tippi. Das Mädchen, das mit den Tieren spricht.