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Das Derby der Enttäuschten in Hoof-Osterbrücken

Hoof. 400 Zuschauer erwartet die SG Hoof-Osterbrücken am Sonntag um 15 Uhr zum Derby in der Fußball-Bezirksliga St. Wendel gegen den Nachbarn 1. FC Niederkirchen – und das, obwohl beide Teams den Auftakt verpatzt haben. Philipp Semmler

Brisantes Lokalderby am Sonntag in der Bezirksliga St. Wendel: Die beiden Landesliga-Absteiger SG Hoof-Osterbrücken und 1. FC Niederkirchen treffen im Nachbarschafts-Duell aufeinander. "Das ist immer ein interessantes Spiel. Wir haben in der Jugend eine Spielgemeinschaft, von daher kennen sich die Jungs untereinander alle sehr gut", sagt Hoof-Osterbrückens Spielausschuss-Vorsitzender Thomas Ritter .

Diesmal ist das Derby aber ein Duell der Enttäuschten. Denn nach dem Abstieg aus der Landesliga am Ende der vergangenen Saison mussten beide Teams zum Saisonauftakt Niederlagen hinnehmen. Hoof-Osterbrücken unterlag in Lautenbach mit 2:3. Noch schlimmer erwischte es Niederkirchen . Der FCN zog in Güdesweiler sogar mit 0:6 den Kürzeren.

"Wir stehen ohnehin vor einer schweren Saison", weiß der neue FCN-Trainer Klaus Schmitt. Nachdem Niederkirchen als Tabellenletzter aus der Landesliga abstieg, haben einige Stammkräfte den Club verlassen. Mit Florian Graf (SV Remmesweiler) konnte nur ein Neuzugang verpflichtet werden. "Allerdings sind auch einige Spieler, die vergangene Runde verletzt waren, wieder dabei", sagt Schmitt. Doch in Niederkirchen gibt es noch ein Problem. Der Kunstrasenplatz des Clubs ist seit der Sommerpause unbespielbar, weil sich Granulat verklebt hat und der Unterbau beschädigt ist. Aktuell arbeitet der Club fieberhaft an einer Lösung, wie es mit dem Platz weitergehen soll. "Eine endgültige Entscheidung wird aber wohl erst im September fallen", berichtet Schmitt. Deshalb tritt der FCN in der Hinrunde ausnahmslos auswärts an.

Etwas besser ist da die Ausgangslage in Hoof . Bei der SG konnten trotz des Abstieges bis auf Florian Desbesell (Spielertrainer SG Haupersweiler-Reitscheid) und Spielertrainer Torsten Loos (Karriere beendet) alle Akteure gehalten werden. Zudem konnte mit Christian Dorobek (SF Güdesweiler) ein erfahrener Spielertrainer verpflichtet werden. Hinzu sind einige Akteure aus der eigenen Jugend aufgerückt. "Wir wollen oben mitspielen", sagt Ritter.