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Bliesen schuftet

Die Drittliga-Volleyballer des TV Bliesen wollen kommende Saison wieder jubeln. Foto: B&K
Die Drittliga-Volleyballer des TV Bliesen wollen kommende Saison wieder jubeln. Foto: B&K FOTO: B&K
Bliesen. Nach Rang vier in den beiden vergangenen Jahren möchten die Volleyballer des TV Bliesen in ihrer dritten Saison in der 3. Liga Süd oben mitmischen. Mit Tom Weber wurde ein starker Neuzugang verpflichtet. Top-Titelfavorit ist aber der SSC Karlsruhe. Philipp Semmler

Mit der Verpflichtung von Rückkehrer Tom Weber sorgte Volleyball-Drittligist TV Bliesen vor einigen Wochen für Aufsehen. Der 26-jährige Außenangreifer, der insgesamt acht Jahre in der 1. Liga spielte und mit dem Moerser SC 2013 im deutschen Pokalfinale stand ist der "Königstransfer" des Drittligisten für die im Oktober beginnende Spielzeit in der 3. Liga Süd. Plant Bliesen nach zwei vierten Plätzen in den beiden vergangenen Jahren jetzt mit Weber den Aufstieg in die 2. Liga? "Das kann ich jetzt noch nicht beurteilen", sagt TV-Trainer Peter Lember. "Tom wird aufgrund seines Studiums erst Ende Juli ins Training einsteigen. Wenn er aber so einschlägt wie gewünscht, steigen sicher unsere Chancen, ein Wörtchen um den Aufstieg mitzureden."



Allerdings sieht Lember seine Mannschaft nicht als Top-Titelkandidaten. Diese Rolle schiebt der Mannheimer dem Vizemeister der Vorsaison, dem SSC Karlsruhe, zu. "Die Karlsruher haben sich nochmal enorm verstärkt, unter anderem mit mehreren Zweitligaspielern", berichtet Lember. Ursprünglich wäre auch Zweitliga-Absteiger TSV Georgi Allianz Stuttgart ein heißer Titelanwärter gewesen. Doch Stuttgart bleibt nun doch in der 2. Liga - weil Erstligaabsteiger VSG Coburg seine Mannschaft aus dieser zurückgezogen hat. Deshalb wird die 3. Liga ohne die Schwaben - und mit nur neun Mannschaften am 8. Oktober in die neue Runde starten.

Bliesen bestreitet dann sein erstes Heimspiel im Sportzentrum St. Wendel gegen LAF Sinzig. Um gerüstet für diese Partie zu sein, hat der TVB bereits am 6. Juni mit dem Training begonnen. "Am Netz waren wir allerdings noch nicht so viel. Bislang haben wir überwiegend im Grundlagenausdauer- und im Kraftbereich gearbeitet", erzählt Lember.

Nicht mehr bei diesen Einheiten dabei war Jannic Federspiel. Der 27-jährige Außenangreifer ist studienbedingt nach Mainz gezogen und möchte mit dem Volleyball kürzertreten. Er ist neben den schon länger feststehenden Abgängen Adam Miracle (zurück in die USA) und Jan Landen (Ziel unbekannt) der dritte Spieler der Drittligist Bliesen verlassen hat.

Alle anderen Spieler sind geblieben. Neben Top-Neuzugang Tom Weber wurde mit Jonas Weber (19, kommt vom TV Wiesbach) bislang nur ein weiter externer Spieler verpflichtet. Eventuell soll es aber noch einen weiteren Neuzugang geben. Gespräche sind hier am laufen. Vor dem Ligaauftakt bestreitet Bliesen übrigens noch am 11. September das Saarlandpokal-Finale in Quierschied gegen Volleyball-Verbandsligist TV Scheidt. Sollte dieses gewonnen werden, tritt das Lember-Team am 25. September beim Südwestpokal an, wo ein Teilnehmer am DVV-Pokal ermittelt wird.

Am 2. Oktober trifft Bliesen dann in einem Freundschaftsspiel im Sportzentrum St. Wendel auf Erstligist United Volleys-Rhein-Main mit dem saarländischen Nationalspieler Moritz Reichert.