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Bezirksliga: Spielabbruch beim Derby in St. Wendel

St Wendel. Ein Derby mit Nachspiel: Die Partie zwischen der SG St. Wendel und der SG Oberkirchen-Grügelborn in der Fußball-Bezirksliga St. Wendel wurde am Sonntag in der 55. Minute beim Stand von 4:3 für die Gastgeber von Schiedsrichter Manfred Wagner abgebrochen. Philipp Semmler

Der Grund: Nach einem Freistoß wegen Handspiels gab es einen Disput des Unparteiischen mit St. Wendels Trainer Ralph Flausse. "Der Schiri hatte zunächst Vorteil laufen gelassen. Als der Ball danach ins Aus ging, hat er dann doch Freistoß gegeben", erklärt Flausse. Der Trainer beschwerte sich und wurde anschließend von Wagner auf die Tribüne geschickt. Der Übungsleiter machte danach eine Handbewegung in Richtung des Arms des Spielleiters. Dies wertete Schiedsrichter Wagner als versuchten Schlag: "Für mich war das eine versuchte Tätlichkeit, deshalb habe ich das Spiel abgebrochen. Mehr sage ich zu diesem Thema nicht, da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt", erklärte Wagner gestern auf SZ-Nachfrage.


Flausse beurteilt die Situation dagegen völlig anders. "Ich habe lediglich abgewinkt und bin auch der Meinung, dass ich den Schiedsrichter dabei auch gar nicht berührt habe. Dafür habe ich auch Zeugen." Flausse weiter: "Aus meiner Sicht gab es keinen Grund, mit einem Abbruch zu reagieren."

Ob der Abbruch gerechtfertigt war oder nicht, und ob Flausses Handbewegung als Abwinken oder doch als versuchte Tätlichkeit gewertet wird, damit muss sich nun in den kommenden Tagen die Verbandsspruchkammer des Saarländischen Fußballverbandes befassen. Sie entscheidet auch, ob die Begegnung neu angesetzt oder zugunsten der SG Oberkirchen-Grügelborn gewertet wird.