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Betroffen bis verbittert – Reaktionen aufs Aus für Traditionsschule

St. Wendel. Sehr unterschiedlich und zumeist äußerst emotional haben SZ-Leser auf der lokalen Internetseite der St. Wendeler Zeitung zur Nachricht über die geplante Schulschließung auf dem heiligen Berg reagiert. An dieser Stelle eine Auswahl der Stellungnahmen. Matthias Zimmermann

Voraussichtlich spätestens in fünf Jahren ist die 1899 eröffnete katholische Schule über der Stadt St. Wendel Geschichte. Geldnöte und sinkende Schülerzahlen haben den Träger, der Orden der Steyler Missionare, dazu gedrängt, die Notbremse zu ziehen. Sie nehmen im kommenden Schuljahr keine neuen Schüler mehr am Arnold-Janssen-Gymnasium (AJG) auf. Damit werden peu à peu weniger Pennäler dort unterrichtet. Mit jedem Jahrgang, der sein Abitur in der Tasche hat, werden es weniger Klassen, Und wie es aktuell aussieht, werden unter anderem die heutigen Fünftklässler kein Reifezeugnis mehr am AJG bekommen.

Das berührt viele Menschen im St. Wendeler Land auf ganz unterschiedliche Weise. Während die Verantwortlichen der Schule längst die Hoffnung aufgegeben haben, die Entscheidung, die Privatschule schließen zu müssen, zu revidieren, hofft Georgette Backes: "Es muss was getan werden! Das AJG gehört einfach zu St. Wendel, es darf nicht geschlossen werden!" Marc André Müller analysiert in seinem Beitrag: "Das, was man niemals für möglich gehalten hätte, ist jetzt eingetreten. Der kommissarische Schulleiter (Rainer Bommer, Anm. d. Red.) war bis zuletzt zuversichtlich, dass es weitergeht, und hatte bereits einige Ideen für Reformen und die Schulentwicklung - leider wohl zu spät. Schade für meine alte Schule."

"Ich finde es einfach nur schade", lässt Jennifer Veith ihrer Trauer freien Lauf. "Eine Schule beziehungsweise ein Schulhaus mit Charme, überwiegend tollen Lehrern, fast perfekten Ganztagssystem, super Vorbereitung auf das weitere (Studenten-)Leben. Und ich kenne keinen, der diese Schule besuchte, aus dem sprichwörtlich 'nichts geworden ist'. Schade, schade, schade." Und Sarah Müller ergänzt: "Nein! Das darf nicht wahr sein!" Pragmatisch geht der Internetnutzer mit dem Pseudonym Maxwell Smart an die ganze Sache: "Vielleicht war es nur eine Frage der Zeit, welches Gymi als erstes schließen muss. In anderen Bereichen (zum Beipsiel Kindergärten, Polizei ) haben wir schon die leidvolle Erfahrungen gemacht. Und trotzdem: Es bleiben noch zwei sehr gute zur Auswahl."

Wer weitere Diskusionsbeiträge zum Ende des AJGs lesen möchte: Sie sind auf der kostenlosen Internetseite zu finden.

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