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Bei steigendem Ölpreis wird Dämmung immer wichtiger

St. Wendel. Tausend Euro für das Füllen des Öltanks? Das ist vorbei. Heute beobachten Besitzer einer Ölheizung beunruhigt, wie der Preis nach oben geht. Kostete vor 50 Jahre das Barrel Öl fünf Dollar, waren es 2017 schon 55 Dollar. Von red

Aktuell übersteigt der Preis die 70-Dollar-Marke. „Die nächste Heizölrechnung wird teuer“, stellt Reinhard Schneeweiß, Energieberater bei der Verbraucherzentrale, fest.


Wer jetzt in die Dämmung seines Hauses investiert, handele klug. „Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung kann man nie allgemein beantworten“, sagt Schneeweiß. „Es hängt immer von den Rahmenbedingungen ab, und das sind in erster Linie die Kosten für die Beheizung des Hauses.“ Je dicker die Dämmung, desto weniger Energie geht verloren und umso mehr Geld spart man.

Den Einfluss der Inflation verdeutlicht folgendes Beispiel: Die Dämmung einer Hauswand aus den 1960er-Jahren kostet etwa 150 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Ölpreis vom vergangenen Jahr kann man 5,30 Euro pro Quadratmeter an Energiekosten sparen. Bleibt der Ölpreis über die nächsten 30 Jahre auf diesem Niveau, sind die Kosten in 28 Jahren wieder drin. „Geht man jedoch von der seit den 1970er-Jahren jährlichen Ölpreissteigerung von fünf Prozent aus, sieht es ganz anders aus“, sagt Schneeweiß. Dann habe sich schon nach 18 Jahren die Dämmung bezahlt gemacht.



In St. Wendel finden die Beratungen in der Welvertstraße 2 statt. Terminvereinbarung beim Umweltamt unter Tel. (0 68 51) 8 09 19 22. In Tholey sind die Beratungen im Rathaus. Termine unter Tel. (0 68 53) 50 80.