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Auftakt mit alten Hasen

Die Mini-Big-Band präsentiert Songs aus ihrer Beatles-Geschichte. Foto: sick
Die Mini-Big-Band präsentiert Songs aus ihrer Beatles-Geschichte. Foto: sick FOTO: sick
St Wendel. In der Kulturwoche der Musikschule im Landkreis ist viel Musik drin. Am Freitag war der Auftakt. Noch bis zum kommenden Sonntag gibt es jede Menge auf die Ohren. Täglich stehen hochkarätige Veranstaltungen auf dem Programm. Jennifer Sick

Mit einer Vernissage und musikalischer Unterhaltung eröffnete die Musikschule im Landkreis St. Wendel am vergangenen Freitag zum zwölften Mal ihre alljährliche Kulturwoche. In diesem Jahr steht alles unter dem Motto "Auf - Wieder - Hören". Und das hat gleich doppelte Bedeutung, wie Schulleiter Gernot Wirbel erklärt: "Zum einen geht es darum, Dinge wieder aufzunehmen, die wir in den vergangenen Kulturwochen schon einmal dabei hatten; zum anderen verabschieden wir uns von der Kapelle des Hospitals, die immer der Austragungsort für unsere Veranstaltungen war. Im kommenden Jahr werden wir uns in den Räumen unserer neuen Schule am Cusanus-Gymnasium wiedersehen und -hören."

Um dem ersten Punkt des Mottos - Wiederaufnahme von Dagewesenem - gerecht zu werden, hatte die Musikschule sich erneut an den Künstler Christof Thomé gewandt. Schon 2009 hatte der Marpinger, der vor allem durch die Open-Air-Galerie in St. Wendel bekannt ist, einige seiner Gemälde für die damalige Kulturwoche zur Verfügung gestellt. Nun kann er wieder eine Auswahl seiner Werke in der Kapelle präsentieren. Gezeigt werden hauptsächlich gegenständliche Bilder mit dem Thema Musik, die vor allem durch ihre kräftige Farbgebung oder auch durch abstrakte Momente bestechen. So gibt es zum Beispiel das Bild eines leuchtend roten Schlagzeugs vor grell-grüner Bühnenbeleuchtung oder ein Klavier, dessen Tasten zu schmelzen scheinen. Auch die Abbildungen bekannter Musiker gehören zu dem Zyklus dazu. Einige realistisch, andere eher abstrakt wie das Portrait von Ray Charles , dessen Mund nicht von Zähnen, sondern von Klaviertasten geziert wird.

Doch nicht nur visuell besann man sich bei der Eröffnung der Kulturwoche auf bekannte Konzepte. Auch musikalisch präsentierte Schulleiter Gernot Wirbel alte Hasen . Mit Jürgen Brill und seiner Mini-Big-Band betraten Musikerinnen und Musiker die Bühne, deren Band schon bei der ersten Kulturwoche dabei gewesen war. Sechs musikalische Geschichten hatte Brill bisher für die Kulturwoche geschrieben und die Musik dazu komponiert.

In diesem Jahr spielte die Mini-Big-Band Songs aus ihrer Beatles-Geschichte "Armer Petterson und die Beatles". Zu diesem Zweck griff Brill auf bereits vorhandenes Material zurück. "Die Geschichte von Petterson habe ich nicht erfunden", verriet er während der Veranstaltung. "Ich habe lediglich Songs der Beatles passend dazu ausgewählt und ins Deutsche übersetzt, denn ich bin der Meinung, dass die Kinder auch verstehen sollen, was sie da singen und spielen." Und so präsentierten die 36 jungen Musiker aus dem Landkreis eigene Versionen bekannter Songs. Aus "All you need is love" beispielsweise wurde "Alles ist so doof", "With a little help from my friends" hieß "Denn ich hab einen Freund" und "Hey Jude" erklang als "Hey du".

Offiziell durch Landrat Udo Recktenwald am Freitag eröffnet, hält die zwölften Kulturwoche bis Sonntag, 29. März, verschiedenste Veranstaltungen mit ganz unterschiedlichen Themengebieten bereit. Außerdem kann die Ausstellung von Christof Thomé während den Öffnungszeiten der Musikschule besucht werden.