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Wetter
Auf weiße Pracht folgt braune Brühe

Schneetreiben am Sonntag auf dem St.Wendeler Weihnachtsmarkt. 
Schneetreiben am Sonntag auf dem St.Wendeler Weihnachtsmarkt.  FOTO: B&K / Bonenberger/
St. Wendel. Noch am Sonntag lag der Landkreis St. Wendel unter einer weißen Schneedecke. Während dicke Flocken vom Himmel fielen, ging es hinaus zum Spaziergang, zur Schlittenfahrt oder zum Schneemannbauen. Doch allzu schnell war es wieder vorbei mit der Winterwunderland-Idylle. Von Evelyn Schneider

Auf den Schnee folgte Regen, viel Regen.


Dieser — in Kombination mit der geschmolzenen weißen Pracht — war zu viel für so manche Wiese und so manchen Bach. Und so fanden sich Wassermassen plötzlich dort, wo sie eigentlich nicht hingehören. Zum Beispiel in der Unterführung in Oberlinxweiler. Diese musste für den Verkehr gesperrt werden.

Einige Einsätze gab es für die Feuerwehr. Aber nichts Dramatisches. „Da die Niederschläge am frühen Nachmittag aufgehört haben, blieb es bei vereinzelten Einsätzen“, bilanzierte Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer. Zwei Mal mussten seine Kollegen am Montagmorgen in Güdesweiler antreten: In Gebäude in der Labertsborner Straße und der Kapellenstraße war Wasser gelaufen. Gleiches galt für ein Haus im Amselweg in Baltersweiler. Die Landstraße 307 bei Niederkirchen musste kurzzeitig gesperrt werden, weil ein Baum auf der Fahrbahn lag. Danach wurde es ruhig. Erst am späten Nachmittag wurde in Werschweiler in der Kleinbachstraße ein verstopfter Kanal gemeldet. Und in der Tholeyer Straße in St. Wendel stand ein Keller unter Wasser. Es wurden auch einige Straßen gesperrt wie „In der Au“ in Bliesen oder „Am alten Friedhof“ in Niederkirchen.



Ob Schnee oder Regen — eines blieb gleich: der Regenschirm als gefragtes Accessoire.

Hochwasser in der Bliesaue: Wasser ist in die Bahnunterführung in Oberlinxweiler gelaufen.
Hochwasser in der Bliesaue: Wasser ist in die Bahnunterführung in Oberlinxweiler gelaufen. FOTO: B&K / Bonenberger/