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Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit sinkt unter drei Prozent

St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel hebt sich mit dieser Quote deutlich von den übrigen Kreisen im Saarland ab. Von red

Die einsetzende Herbstbelebung hat im Landkreis St. Wendel die bereits sehr gute Arbeitsmarktlage weiter verbessert. 1419 Frauen und Männer waren im September arbeitslos gemeldet, 128 weniger als im August und deutlich weniger als vor einem Jahr (minus 9,5 Prozent). Mit einer Arbeitslosenquote von nur noch 2,9 Prozent (minus 0,4 Prozentpunkte zu September 2017) hebt sich der Landkreis deutlich von den übrigen Kreisen im Saarland ab (siehe Info).


„Durch die einsetzende Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit im September verringert. Dieser Rückgang ist in den Wochen nach den Sommerferien üblich“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Viele junge Menschen, die nach Ausbildungsende nicht übernommen wurden, haben nun eine neue Beschäftigung gefunden. Andere gehen weiter zur Schule oder warten auf den Beginn ihres Studiums im Oktober. Deshalb wird sich laut Haßdenteufel der günstige Trend wohl auch in den nächsten Wochen fortsetzen. „Die relativ niedrige Arbeitslosenzahl belegt neben dem rein saisonbedingten Effekt auch, wie konjunkturell stabil der Arbeitsmarkt in der Region ist. Ein deutlicher Hinweis sind die vielen offenen Stellen.“

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im September um 38 auf 680 gesunken, das waren drei Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit mit 92 um fünf unter dem Vorjahreswert. In der Altersgruppe 50plus waren 323 Personen arbeitslos gemeldet, so viele wir vor einem Jahr.



Auch das Jobcenter im Landkreis St. Wendel verzeichnet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im September (minus 90 auf 739). Damit lag sie um 14,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Jugendarbeitslosigkeit besteht im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters weiterhin nicht.

Rund 200 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent verringert. Mehr als ein Drittel der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Mit 280 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 37,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 20 Prozent.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach der Sommerpause gestiegen. Unternehmen der Region haben im September 327 Stellen zur Besetzung gemeldet, 173 mehr als im August. Seit Jahresbeginn wurden 1980 Stellen gemeldet, 4,2 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zum Monatsende waren noch 870 Stellen unbesetzt. Die meisten in der Zeitarbeit, im Handel, Baugewerbe, Gastgewerbe, Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen.