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Aktionstag
Appell zum Schutz von Mutter Erde

„Aus Dankbarkeit an Mutter Erde“: So hat die Küstlerin Sri Irodikromo ihr Bild beschriftet. Im Mittelpunkt des Weltgebetstag steht dieses Mal das südamerikanische Land Surinam. Den Frauen dort ist das Thema Umweltschutz ein Anliegen.
„Aus Dankbarkeit an Mutter Erde“: So hat die Küstlerin Sri Irodikromo ihr Bild beschriftet. Im Mittelpunkt des Weltgebetstag steht dieses Mal das südamerikanische Land Surinam. Den Frauen dort ist das Thema Umweltschutz ein Anliegen. FOTO: Sri Irodikromo/Weltgebetstag Deutschland
St. Wendel. „Gottes Schöpfung ist sehr gut“: Dieses Motto haben die Frauen aus Surinam dem Weltgebetstag als Motto gegeben. Der wird auch im Landkreis St. Wendel zelebriert. Von Evelyn Schneider

Jahr für Jahr rückt mit dem Weltgebetstag auch ein anderes Land in den Fokus. Dieses Mal ist es der südamerikanische Staat Suriname, auch Surinam genannt. Rosemarie Schmidt, Schriftführerin Katholischer Frauenbund (kfd) Dekanat St. Wendel, hat erst einmal zum Atlas gegriffen, um herauszufinden, wo genau die einst niederländische Kolonie liegt. Seit 1975 ist die Republik unabhängig, geblieben ist Niederländisch als Amtssprache.


Wenn anlässlich des Weltgebetstags am Freitag, 2. März,  in mehr als 100 Ländern Gottesdienste gefeiert werden, gibt es Informationen und Eindrücke aus dem 163 820 Quadratkilometer großen Land zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Auch Rosemarie Schmidt hat sich im Vorfeld des Aktionstages mit Surinam beschäftigt. Was ihr besonders gefiel: „Dort leben verschiedene ethnische Gruppen friedlich zusammen. Eine Sy-
nagoge steht unmittelbar neben der Moschee – ohne Konflikte.“ Es herrsche Eintracht zwischen den Kulturen und Religionen.

Als Motto haben die surinamischen Christinnen „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ ausgesucht. Rund 90 Prozent ihrer Heimat besteht aus teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Es gibt eine artenreiche Flora und Fauna. Aber – und auch das ist das Anliegen des Aktionstages – es gibt auch Sorgen und Nöte, über die Frauen berichten. Die Wirtschaft des Landes ist  abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen Haushalt empfindlich. „Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar“, schreibt das Deutsche Komitee des Weltgebetstags der Frauen in einer Pressemitteilung. Dass das Gleichgewicht in Surinams Gesellschaft aus den Fugen gerät, werde besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nehme Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Und so ist das Motto auch ein Appell der Frauen für Umweltschutz und nachhaltige Lebensweise.

Im Landkreis St. Wendel haben Frauengruppen 21 ökumenische Gottesdienste orgsanisiert:



  •  Alsweiler, katholische Kirche, Freitag, 2. März, 18 Uhr.
  • Berschweiler, Herz-Jesu Kapelle, Freitag, 2. März, 17 Uhr
  • Bliesen, Haus Gillen, Freitag, 2. März, 17 Uhr
  • Bosen, evangelische Gemeindehaus, Freitag, 2. März, 17 Uhr
  • Eisweiler, Altenhilfezentrum St. Laurentius, Freitag, 2. März, 17.30 Uhr
  • Gronig, Pfarrkirche, Freitag, 2. März, 17 Uhr
  • Grügelborn, Pfarrkirche, Freitag, 2. März, 18 Uhr
  • Hoof, katholische Kirche, Samstag, 3. März, 15 Uhr
  • Neunkirchen/Nahe, Bürgerhaus, Freitag, 2. März, 18 Uhr
  • Niederlinxweiler, Pfarrsaal, Freitag, 2. März, 15 Uhr
  • Remmesweiler, evangelische Kirche, Freitag, 2. März, 15 Uhr
  • Scheuern, katholische Kirche, Freitag, 2. März,18 Uhr
  • Schwarzenbach, katholische Kirche, Freitag, 2. März,18 Uhr
  • Sitzerath, Pfarrheim, Freitag, 2. März, 14.30 Uhr
  • Sotzweiler-Bergweiler, katholische Kirche, Freitag, 2. März, 18 Uhr
  • St. Wendel, evengelische Kirche, Donnerstag, 1. März, 15 Uhr
  • Tholey, Freizeithaus St. Mauritius, Freitag, 2. März, 18.30 Uhr
  • Urexweiler, katholische Kirche, Donnerstag, 1. März, 14.30 Uhr
  • Urweiler, katholische Kirche, Freitag, 2. März, 15 Uhr
  • Winterbach, Pfarrheim, Freitag, 2. März, 15 Uhr
  • Wolfersweiler, evangelisches Gemeindehaus, 18 Uhr

Bundesweit wurde im Vorfeld des Weltgebetstags die Aktion „Stifte machen Mädchen stark“ ins Leben gerufen. Dabei verbinden sich die Themen Umweltschutz und Bildung. Auch die kfd Alsweiler beteiligt sich an der Aktion. Wie Rosemarie Schmidt berichtet, steht in der Alsweiler Kirche eine Box, in die beispielsweise gebrauchte Kugelschreiber geworfen werden können. Diese werden von einer Firma recycelt. Pro Stift geht eine Spende an die Aktion, die damit syrischen Mädchen in einem Flüchlingscamp im Libanon eine Schulbildung ermöglichen möchte. „450 Stifte sind nötig, um Schulutensilien für ein Kind anzuschaffen“, erklärt Rosemarie Schmidt. Stifte mit einem Gewicht von 22 Kilo hätten die Alsweiler Frauen bereits gesammelt.