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Fußball-Bezirksliga
Ärgert Winterbach den großen Nachbarn?

Winterbach. Fußball-Bezirksligist SF Winterbach ist gut aus der Winterpause gekommen. In den fünf Ligaspielen des neuen Jahres gelangen der Elf von Trainer Thorsten Kunz bislang drei Siege – das sind exakt so viele wie in der gesamten ersten Saisonhälfte. Von Philipp Semmler

Dadurch kletterte der Aufsteiger vom 13. auf den elften Tabellenplatz – und erarbeitete sich ein kleines Polster auf die Abstiegsränge.


Der Grund für den Aufschwung: „Wir agieren deutlich cleverer als in der Vorrunde. Zudem haben wir weniger verletzte und erkrankte Spieler. Das macht sich natürlich bemerkbar“, freut sich Kunz. Unter anderem ist mit Innenverteidiger Maximilian Groß eine Stütze im Defensiv-Verbund nach einem Kreuzbandriss wieder ins Team der Sportfreunde zurückgekehrt.

An diesem Sonntag wartet auf Winterbach allerdings die bislang härteste Nuss in diesem Jahr: Um 15 Uhr empfangen die Sportfreunde den „großen Nachbarn“, die SG St. Wendel, zum Lokalderby. Und die SG braucht dringend einen Sieg, um weiter im Aufstiegsrennen zu bleiben.

Am Ostermontag rutschte St. Wendel durch eine 0:1-Heimniederlage gegen die SG Scheuern-Steinbach-Dörsdorf von Relegationsplatz zwei auf Rang drei der Tabelle ab. Zweiter ist nun wieder der SV Hasborn II, der zeitgleich im Top-Duell zu einem 0:0 gegen Spitzenreiter SV Überroth kam.

Aber auch Winterbach will bis zum Saisonende noch punkten – um in Sachen Ligaverbleib auf der sicheren Seite zu sein. „Ich denke drei, vier Siege brauchen wir noch“, sagt Kunz. Auf einen Abstiegskampf stellt sich der 37-Jährige übrigens auch für die kommende Spielzeit ein. „Die könnte noch härter für uns werden als diese Saison“, mutmaßt Kunz. Der Grund: Mit Markus Hoffmann (36), Christian Klee (34) und Sascha Colic (35) werden gleich drei Routiniers der SF ihre Laufbahn beenden. Die entstehenden Lücken sollen durch junge Spieler aus der eigenen Reserve geschlossen werden.