| 20:00 Uhr

8. St. Wendeler Businesslunch
Smartphone als stärkste Waffe der digitalen Revolution

 Wifoe-Geschäftsführer Hans-Josef Scholl (links) stellt den Hauptreferenten Frank Hälsig vor.
Wifoe-Geschäftsführer Hans-Josef Scholl (links) stellt den Hauptreferenten Frank Hälsig vor. FOTO: Georg Lauer
St. Wendel. Professor Frank Hälsig von der HTW Saar referierte beim achten St. Wendeler Businesslunch über Spielregeln und Handlungsempfehlungen in der digitalen Welt. Von red

„Digitale Revolution – Spielregeln und Handlungsempfehlungen“ lautete das Thema beim achten St. Wendeler Businesslunch. Dazu hatten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land (Wifoe) gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland und saar.is ins Angels Hotel am Fruchtmarkt geladen. Hauptreferent war Professor Frank Hälsig von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Saar.


Hälsig verdeutlichte in seinem Vortrag die immense Geschwindigkeit, mit der die digitale Revolution voranschreitet: „Das Fernsehen benötigte 38 Jahre, um 50 Millionen Nutzer zu erreichen. Das Internet benötigte dafür ganze vier Jahre, Facebook ein Jahr und Pokemon schaffte es in gerade mal 19 Tagen, 50 Millionen zu erreichen.“ Frank Hälsig nannte hierzu eindrucksvolle Zahlen: „In 60 Sekunden werden bei Facebook über 243 000 Fotos hochgeladen und treffen bei Google unglaubliche 3,8 Millionen Suchanfragen ein.“ Dabei sei das Smartphone die „stärkste Waffe“ der digitalen Revolution. Im Durchschnitt nutze ein Mensch 33 Mal am Tag sein mobiles Gerät und schaue täglich 221 Mal auf sein Handy. „Das Smartphone ist ein ständiger Begleiter und damit zu einem extrem wichtigen Kontaktpunkt zwischen Unternehmen und Kunden geworden. Das dürfen Sie auf keinen Fall außer Acht lassen“, mahnte Hälsig.

Der Referent verwies auf „Digitale Revolutionäre“, die neue Geschäftsmodelle mit neuen Spielregeln entwickelt haben. Im Zeichen der Digitalisierung sei ein radikaler Wandel eingetreten, disruptive Geschäftsmodelle verdrängten dabei etablierte Spieler. Hälsig erklärte: „Flixbus ist Europas größtes Busunternehmen und besitzt nur einen einziges Bus, Uber ist das weltgrößte Taxiunternehmen und besitzt keine Fahrzeuge, Airbnb ist der größte Bettenanbieter der Welt und besitzt keine Hotels.“



Der Professor gab den St. Wendeler Unternehmern Tipps zu einer erfolgreichen Kundenkommunikation: „Sie sollten sich folgende Fragen stellen: Wie komme ich zu meinen Kunden? Was erzähle ich denen? Welche Kommunikationskanäle nutze ich dafür? Wichtig: erzählen Sie über alle Kanäle die gleiche Story, sonst geht es schief.“