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Neubürgerempfang
27 Neubürger finden eine Heimat im St. Wendeler Land

Gedankenaustausch und Willkommensgruß: der Neubürgeremfpang im Landratsamt St. Wendel.
Gedankenaustausch und Willkommensgruß: der Neubürgeremfpang im Landratsamt St. Wendel. FOTO: Ralf Mohr
St. Wendel. Von Ralf Mohr

„Das St. Wendeler Land ist für viele Menschen zur neuen Heimat geworden“, begrüßte Landrat Udo Recktenwald die Gäste beim Neubürgerempfang im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes. „Seit April haben 27 Personen in unserem Landkreis die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.“


Sie stammen von den Philippinen, aus Thailand, Brasilien, Sri Lanka, Großbritannien, Italien, Serbien, Benin, Bulgarien, Ungarn, dem Kosovo, Finnland, Afghanistan, Kuba, Kasachstan, Marokko und Polen. 20 davon behalten ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft als doppelte Staatsangehörigkeit.

Die beiden ältesten Neubürger sind 70 Jahre alt, die jüngste Neubürgerin ist elf. Als Willkommensgeschenke erhielten die Erwachsenen je eine Landkreistasche mit einem Handtuch und einer Tasse. Die jüngste bekam einen Rucksack mit einer Trinkflasche und einer Brotdose.



„Eine Einbürgerung ist aus meiner Sicht mehr als nur ein bürokratischer Akt“, schilderte der Landrat seine Eindrücke, „es ist eine bewusste Entscheidung ja zu sagen, zu dem Land, im dem man lebt“. Die Vielfalt der ursprünglichen Staatsangehörigkeiten stelle eine Bereicherung für den Landkreis dar und leiste einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Völkerverständigung. Rund 1500 Menschen seien im Landkreis St. Wendel geblieben und hätten sich bestens integriert. Dies sei ein Beispiel für eine gelebte Willkommenskultur und spiegele die Gastfreundschaft und des Landkreises wider. Dies setze allerdings auch die Bereitschaft voraus, sich nicht zu isolieren, sondern ein Teil der Gesellschaft werden zu wollen. „Das hat in unserem Landkreis in den vergangenen  beiden Jahren ganz hervorragend funktioniert“, so Recktenwald. Dies gelte ganz besonders für die Menschen, die außerhalb der Flüchtlingsproblematik, den Weg in den Landkreis — sei es aus beruflichen oder familiären Gründen — aus aller Herren Länder gefunden haben.