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Reiterwallfahrt ins Wendelstal

St. Wendel. Der heilige Wendelin ist nicht nur Schutzpatron St. Wendels sondern auch der Hirten und der Landleute, Bauern, Tagelöhner und Landarbeiter. Daraus hat sich wohl auch die Wallfahrt ins Wendelstal entwickelt. Dieser Brauch hat sich in der Pfarrei St. Wendelin über Jahrhunderte erhalten. Am Montag, 1. Juni, beginnt sie um 10.15 Uhr an der Wendelinus-Basilika

St. Wendel. Der heilige Wendelin ist nicht nur Schutzpatron St. Wendels sondern auch der Hirten und der Landleute, Bauern, Tagelöhner und Landarbeiter. Daraus hat sich wohl auch die Wallfahrt ins Wendelstal entwickelt. Dieser Brauch hat sich in der Pfarrei St. Wendelin über Jahrhunderte erhalten. Am Montag, 1. Juni, beginnt sie um 10.15 Uhr an der Wendelinus-Basilika. Anschließend feiert Pastor Anton Franziskus vor der Kapelle im Wendelstal das Pilgeramt und erteilt danach den Gläubigen und den Tieren den Segen. Wer nach der Messe im Wendelstal verweilen möchte, kann dort das Mittagessen einnehmen. Der Erlös aus Speisen und Getränken geht, wie schon seit Jahren, an die Partnergemeinde St. Josef in Tjumen in Sibirien.Der Pfingstmontag ist in der Pfarrei ein uralter Wallfahrtstag, der bis in das Jahr 1360 zurückgeht. An diesem Tag wurde das Hochchor der Basilika eingeweiht. Von überall her kamen die Bauern mit ihren Familien mit Pferden und Wagen zum Grab des heiligen Wendelin, um ihn um seine Fürsprache in ihren Anliegen zu bitten. So steht es auch heute noch an der Stirnseite des Brunnengewölbes an der Kapelle zu lesen: "Quell des heiligen Hirten, der dem Felsen entspringt, komm zu Hilfe Menschen und Tieren." Doch schon im Jahre 1347 sind die Tage um Pfingsten als eine große Wallfahrtszeit bekannt. Damals gingen die St. Wendeler in Prozessionen nach Tholey, die Tholeyer nach St. Wendel. Stets wurden dabei die Reliquien der Heiligen Wendelin und Mauritius mitgeführt. Der Brauch der Reiterwallfahrt wurde im Jahre 1936 durch den damaligen Dechanten und Pfarrer Matthias Heibges eingeführt. Er wirkte in der Pfarrei von 1917 bis 1947. Ursprünglich war die Wallfahrt am Wendelstag, 20. Oktober. Später wurde sie auf den Pfingstmontag verlegt. gtr