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Zuschuss
Ministerium fördert Wegeausbau in Oberthal

 Umweltstaatssekretär Roland Krämer (von links) überreicht dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Klaus-Peter Müller, und dem Bürgermeister der Gemeinde Oberthal, Stephan Rausch, einen Zuwendungsbescheid.
Umweltstaatssekretär Roland Krämer (von links) überreicht dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Klaus-Peter Müller, und dem Bürgermeister der Gemeinde Oberthal, Stephan Rausch, einen Zuwendungsbescheid. FOTO: Sabine Schorr
Oberthal. Staatssekretär Krämer überreichte einen entsprechenden Zuwendungsbescheid über 113 200 Euro. Von red

Das Umweltministerium fördert den Wegeausbau in der Gemeinde Oberthal mit 113 200 Euro. Wie eine Sprecherin aus dem Ministerium mitteilt, hat Umweltstaatssekretär Roland Krämer (SPD) einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Klaus-Peter Müller, und den Oberthaler Bürgermeister Stephan Rausch (CDU) überreicht. Die Fördersumme ist für das Zusammenlegungsverfahren in Oberthal-Gronig bestimmt. „Innerhalb des Verfahrens werden Maßnahmen im Wegebau durchgeführt, die Begrünung der Landschaftswege forciert sowie Projekte für Freizeit und Erholung umgesetzt“, erläutert Krämer. Das gelinge nicht von heute auf morgen, aber die Arbeit lohne sich. Denn am Ende würden sich die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern.


Die Zuwendung dient der integrierten ländlichen Entwicklung nach dem Flurbereinigungsgesetz und umfasst zwei Baumaßnahmen. So soll der Verbindungsweg von Oberthal nach Alsweiler auf einer Länge von 1,45 Kilometern ausgebaut werden. Neben der Verlagerung des landwirtschaftlichen Verkehrs wirke der Ausbau positiv auf die Bereiche Tourismus und Naherholung. So steht auch die Anbindung der historischen Ausgrabungsstätte Wareswald, des Hofgutes Imsbach und der Johann-Adams-Mühle an den Wendelinus-Rad- und Wanderweg auf dem Plan. Im zweiten Schritt werden die in Alsweiler gelegenen landwirtschaftlichen Flächen erschlossen.  Deren Bewirtschaftung gestaltete sich zunehmend schwieriger. So sind von den 51 in den 1960er-Jahren gezählten landwirtschaftlichen Betrieben heute nur noch 13 vorhanden, berichtet das Ministerium weiter. In der Folge bewirtschaften die verbliebenen Betriebe teilweise mehr als 100 Hektar Land. Um einen solchen Flächenumfang überhaupt noch bewältigen zu können, müssen leistungsfähige Maschinen angeschafft werden, die nur auf größeren Bewirtschaftungseinheiten sinnvoll einzusetzen sind.

„Genau hier knüpft das Flurbereinigungsverfahren an. Kleinteiliger Grundbesitz wird zu größeren Einheiten zusammengelegt und es werden Wege für die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge geschaffen“, sagt der Staatssekretär. Als positiver Nebeneffekt werde der landwirtschaftliche Verkehr in den Wohngebieten deutlich reduziert und die Anwohner entlastet.



Zusammengenommen hat die Flurbereinigung in der Gemeinde Oberthal einen Gesamtumfang von rund 5,6 Millionen Euro. Bislang wurden Wege im Umfang von rund zwei Millionen Euro ausgebaut. Der Abschluss des Zusammenlegungsverfahrens sei im Jahre 2025 zu erwarten.