| 10:46 Uhr

Erneut wird Hütte in Oberthal Raub der Flammen

Nicht mehr zu retten: Als die Feuerwehr an dieser Hütte eintraf, war diese schon zerstört. Nur noch das brennende Gerippe stand. Foto: D. Schäfer/FFW
Nicht mehr zu retten: Als die Feuerwehr an dieser Hütte eintraf, war diese schon zerstört. Nur noch das brennende Gerippe stand. Foto: D. Schäfer/FFW FOTO: D. Schäfer/FFW
Oberthal. Eine mit Spenden finanzierte Schutzhütte ist abgebrannt. Sie war als Ersatz eines Unterstandes gedacht, der vor Jahren ebenfalls durch ein Feuer vernichtet worden war. Am späten Sonntagabend mussten Feuerwehren ausrücken, damit die Flammen nicht auch noch auf einen nahen Wald übergriffen. Der hölzerne Bau war nach Angaben des Feuerwehrsprechers Dirk Schäfer nicht mehr zu retten. Matthias Zimmermann

Eine mit Spenden finanzierte Schutzhütte ist abgebrannt. Sie war als Ersatz eines Unterstandes gedacht, der vor Jahren ebenfalls durch ein Feuer vernichtet worden war. Am späten Sonntagabend mussten Feuerwehren ausrücken, damit die Flammen nicht auch noch auf einen nahen Wald übergriffen. Der hölzerne Bau war nach Angaben des Feuerwehrsprechers Dirk Schäfer nicht mehr zu retten.


Gegen 22.30 Uhr waren die Helfer alarmiert worden. Zunächst war nicht ganz klar, wo es loderte. Ein Feuerschein beim Schullandheim auf dem Scheuerberg der Gemeinde war gesichtet worden, ohne es aber genau zu orten.

Schnell entdeckten erste Feuerwehrleute den genauen Platz: die Hütte am Pflanzengarten. Als die Helfer ankamen, war von dem Unterstand nur noch das Gestell übrig, das ebenfalls lichterloh brannte. Auf diesem wackeligen Konstrukt lagen noch Ziegel. Diese drohten herabzustürzen, waren somit eine Gefahr für die Wehren. Da ohnehin nichts mehr zu retten war, rissen Schäfers Kollegen das übrig gebliebene Gerippe ein. Den Schutthaufen deckten sie mit Löschschaum ab, damit das Feuer kein weiteres Mal aufflackerte.



Zuvor hatten die Vertreter der Löschbezirke Oberthal-Gronig, Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt einen aufwendigen Pendeldienst mit Tanklöschfahrzeugen einrichten müssen, weil kein Anschluss für Löschwasser in der Nähe war. Für den Einsatz benötigten die rund 50 Feuerwehrleute an die drei Stunden. Auch Sanitäter der Otzenhauser Rettungswache waren an der Unglücksstelle. Aber die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mussten nicht eingesetzt werden: Beim Brand wurde niemand verletzt.

Der Platz steht offensichtlich unter keinem guten Stern: 1998 war die Schutzhütte wieder aufgebaut worden, berichtet Schäfer. Dazu hatte sich eine Initiative um Spenden bemüht. Die ursprüngliche Hütte war ebenfalls ein Raub der Flammen geworden. Was die Ursache für den neuerlichen Brand ist, dazu gibt es nach bisherigem Stand noch keine Anhaltspunkte, erklärt ein St. Wendeler Polizeisprecher auf Anfrage.