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| 20:19 Uhr

Warmer Geldregen für Oberthal

Oberthal. Mai-Regen bringt Segen. Wenn diese Bauernweisheit zutrifft, wird die Gemeinde Oberthal derzeit gleich doppelt gesegnet. Die Niederschläge der vergangenen Tage sorgen dafür, dass alles, was grünt, gut gedeiht. Der warme Geldregen, den die Landesregierung der Gemeinde jetzt zugesagt hat, schafft die finanzielle Voraussetzung dafür, dass das neue Oberthaler Ortszentrum wachsen kann Von SZ-Redakteur Dagobert Schmidt

Oberthal. Mai-Regen bringt Segen. Wenn diese Bauernweisheit zutrifft, wird die Gemeinde Oberthal derzeit gleich doppelt gesegnet. Die Niederschläge der vergangenen Tage sorgen dafür, dass alles, was grünt, gut gedeiht. Der warme Geldregen, den die Landesregierung der Gemeinde jetzt zugesagt hat, schafft die finanzielle Voraussetzung dafür, dass das neue Oberthaler Ortszentrum wachsen kann. Karl Rauber, Chef der Staatskanzlei und Europaminister (Foto: dia-saar.de), unterzeichnete gestern im Oberthaler Rathaus einen Zuschussbescheid über 1,45 Millionen Euro. Gedacht ist das Geld für das neue Bürgerservicezentrum, "Grundstock der neuen Oberthaler Ortsmitte".Rund sieben Millionen Euro, das sehen die Pläne der Gekoba (Gesellschaft für Gewerbe- und Kommunalbauten GmbH) vor, werden in den kommenden Jahren in der Oberthaler Ortsmitte investiert, erklärte Bürgermeister Stephan Rausch (Foto: SZ). Erster Bauabschnitt ist das neue Bürgerservicezentrum, für das der Grundstein noch in diesem Jahr gelegt werde, ist sich der Bürgermeister sicher. Bis Ende August werde der letzte Mieter aus den Gebäuden, die die Gemeinde gekauft hat, ausgezogen sein. Dann werde abgerissen und Anfang Oktober mit dem Bau begonnen. Rausch rechnet mit einer Bauzeit von 14 bis 15 Monaten. Der zweite Bauabschnitt, für den der Investor allein verantwortlich sei, laufe anschließend an. Die Kosten für das Bürgerservicezentrum, wie es jetzt vorgesehen ist, bezifferte Rausch auf 1,98 Millionen Euro. Das sind rund 360 000 Euro mehr als die Kostenschätzung der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) von 2005. Die Steigerung seither treibe allein den Preis um fast 225 000 Euro in die Höhe. 87 000 Euro teurer als geplant werde die Gründung des Gebäudes, und 73 000 Euro koste der Keller, der bislang nicht vorgesehen war. Im Keller werde das Archiv untergebracht, für das es sonst keinen Platz gegeben habe. Erweitert werden die Pläne des Bürgerservicezentrums um eine öffentliche Toilettenanlage - "die gibt es in Oberthal nicht" (Rausch) - und einen 90 Quadratmeter großen Bürgersaal, der auch als Sitzungssaal für den Gemeinderat genutzt werden kann. Diese Mehrkosten wird das Land aus dem Konjunkturprogramm zusätzlich bezuschussen. Statt wie bislang vorgesehen 624 000 Euro werden 924 000 Euro Konjunkturmittel nach Oberthal fließen. Alles in allem werde das Bürgerservicezentrum die Gemeinde mit rund 300 000 Euro belasten. Ein großer Teil davon könne durch den Verkauf der Grundstücke im Planungsbereich an den Investor abgedeckt werden, rechnet Rausch vor. Der Investor baue das Bürgerservicezentrum, das die Gemeinde nach Fertigstellung kaufe, zum Festpreis. Mit Kostensteigerungen sei somit nicht zu rechnen.Als "Leitprojekt für Oberthal" bezeichnete Minister Rauber die neue Ortsmitte. Eine bessere Stärkung des Ortskerns könne man sich gar nicht vorstellen. Das Projekt komme zudem genau zur richtigen Zeit. Eine Förderung in der Höhe, wie sie jetzt zugesichert ist, "hätte sich später nie mehr darstellen lassen". Zum einem liefen die Konjunkturprogramme von Bund und Land aus, zum anderen greife in wenigen Jahren die Schuldenbremse, zu der sich das Land verpflichtet habe. "Dann werden Land und Gemeinden sich einschränken müssen", sagte der Minister.