| 00:00 Uhr

Von der Brache zum Schmuckstück

Oberthal. Allein um die Pläne auf den Weg zu bringen, gibt die Gemeinde Oberthal 242 000 Euro aus. Ein erster Schritt, um das auf 2,5 Millionen Euro geschätzte Projekt Ortsmitte auf den Weg zu bringen. Volker Fuchs

Die Brachfläche Imweiler Wiese soll sich ab 2016 in ein Schmuckstück in der Ortsmitte von Oberthal verwandeln. Dann wird, so die jetzige Planung, das 6000 Quadratmeter große Gelände, auf dem früher eine Baufirma arbeitete, neu gestaltet. Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung dieses Jahres mehrere Planungsaufträge in einer Gesamthöhe von 242 000 Euro vergeben. Pläne erarbeitet werden unter anderem für ein Dammbauwerk, für die Verrohrung des Bachlaufes, die Erschließung des Geländes samt Bau eines Radweges und der Bachrenaturierung. Nicht zu vergessen die so genannte landschaftspflegerische Gestaltung des Areals. Die Projektsteuerung übernimmt die Firma Kernplan in Illingen.

Jede Menge Zuschüsse




Die Gemeinde geht von Gesamtkosten von etwa 2,5 Millionen Euro aus, sagte der Erste Beigeordnete von Oberthal , Michael Maurer, der die Sitzung leitete. Der größte Teil wird über Zuschüsse des Landes und des Bundes gefördert. Und zwar hauptsächlich über das Zuschussprogramm "kleinere Städte und Gemeinden". Im ersten Schritt geht es dabei um Kosten von 1,04 Millionen Euro . Das Land werde über das Förderprogramm in diesem 260 000 Euro zuschießen.. Da der Bund zudem das Vorhaben als besonders innovativ einstufe, sei eine Förderung von 50 Prozent, also 520 000 Euro , in Aussicht gestellt. Das Innenministerium habe darüber hinaus einen Zuschuss aus dem so genannten Ausgleichsstock von 360 000 Euro zugesagt. Weitere Förderanträge zur Ausfinanzierung des Vorhabens werde man im kommenden Jahr stellen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die dann verbleibenden Kosten muss die Gemeinde tragen.

Mit der Neugestaltung der Imweiler Wiese soll im Ortszentrum zum einen ein kleiner Park entstehen, zum anderen aber die Hochwassergefahr gebannt werden. 2012 wurden die Gebäude der einstigen Firma Weber schon abgerissen. Im März 2013 verabschiedete der Rat einstimmig die Planung des Großprojektes "Sinnes- und Wassergarten Imweiler Wies". Die Umsetzung verzögerte sich aber, weil das ursprüngliche Förderprogramm "Kiwi" aufgehoben wurde, aus dessen Topf zunächst das Vorhaben mitfinanziert werden sollte.