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Unfall
Strom weg, Straße gesperrt: Schwierige Bergung eines Lasters

Am Donnerstagabend ist ein Laster von der Straße abgekommen, eine Böschung hinabgerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Dabei verlor er Teile der Ladung.
Am Donnerstagabend ist ein Laster von der Straße abgekommen, eine Böschung hinabgerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Dabei verlor er Teile der Ladung. FOTO: Dirk Schäfer/Feuerwehr
Güdesweiler. Es ist ein Alleinunfall gewesen, der im nachhinein aber doch viele Menschen betroffen hat. Um einen gekippten Laster zu bergen, musste beispielsweise der Strom für Teile des Oberthaler Ortsteils Güdesweiler abgeschaltet werden. Von Evelyn Schneider

Am frühen Donnerstagabend ist ein 70-jähriger Fahrer mit seinem Laster auf der Landstraße 320 zwischen Namborn und Güdesweiler unterwegs. Wie die Polizei berichtet, kam der Mann nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte etwa vier Meter eine Böschung hinunter. Gegen 17.30 Uhr alamierte die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg die Feuerwehr. Wie deren Sprecher Dirk Schäfer berichtet, lag der vier-achsige Laster auf der Beifahrerseite, als die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Der 70-Jährige wurde in seinem Fahrerhaus eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt. „Selbständig konnte er dieses nicht mehr verlassen“, so Schäfer. Daher befreite ihn die Feuerwehr mit Hilfe von Leitern aus seiner misslichen Lage. Zunächst kümmerte sich der Rettungsdienst um den St. Wendeler. „Dann kam er mit mittelschweren Verletzungen zur Versorgung ins Marienkrankenhaus St. Wendel“, berichtet Schäfer.



Laut Polizei war der Laster mit Rindenmulch beladen. Ein Teil davon rutschte von der Ladefläche. Doch damit nicht genug. Wie Feuerwehr-Sprecher Schäfer berichtet, war Diesel ausgelaufen. Wie viel, war nicht bekannt. Da sich die Unfallstelle aber in einem Wasserschutzgebiet befand, wurde Umweltalarm ausgelöst. Eine Quelle in der Nähe wurde vom Wasserversorger bis auf weiteres vom Netz genommen.

Am Donnerstagabend ist ein Laster von der Straße abgekommen, eine Böschung hinabgerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Dabei verlor er Teile der Ladung.
Am Donnerstagabend ist ein Laster von der Straße abgekommen, eine Böschung hinabgerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Dabei verlor er Teile der Ladung. FOTO: Dirk Schäfer/Feuerwehr

Während des Einsatzes war die Straße voll gesperrt und sollte es auch noch einige Stunden bleiben. Denn die Bergung des Unfallfahrzeugs gestaltete sich sehr schwierig. Es musste ein 220 Tonnen Kranwagen geordert werden. Wie Schäfer weiter berichtet, wurde der Laster schließlich mit einem Tieflader abtransportiert. Damit der Kran den Laster bergen konnte, musste für Teile von Güdesweiler die Stromversorgung unterbrochen werden. „Eine Überlandleitung befand sich im Arbeitsbereich des Krans“, erläutert der Feuerwehr-Sprecher. Für seine Kollegen war der Einsatz um Mitternacht beendet. Wie die Polizei berichtet, blieb die Landstraße noch bis 1.30 Uhr gesperrt.

Am Donnerstagabend ist ein Laster von der Straße abgekommen, eine Böschung hinabgerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Dabei verlor er Teile der Ladung.
Am Donnerstagabend ist ein Laster von der Straße abgekommen, eine Böschung hinabgerutscht und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Dabei verlor er Teile der Ladung. FOTO: Dirk Schäfer/Feuerwehr

Am heutigen Freitag werden eine Fachfirma und Vertreter des Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz an der Unglücksstelle erwartet. Laut Schäfer soll das kontaminierte Erdreich abgetragen und durch neuen Boden ersetzt werden. Die Schadenshöhe ist nicht bekannt.

Im Einsatz waren: Löschbezirke Güdesweiler, Steinberg-Deckenhardt, Oberthal-Gronig, Notarzt St. Wendel, Rettungswagen Deutsches Rotes Kreuz St. Wendel, Wasser-, Stromversorger, Straßenmeisterei, Bergeunternehmen, Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz sowie die Polizei.