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Spannung in St. Wendel: Bürgermeister und Landrat werden gewählt

St Wendel. 75 261 Wahlberechtigte im St. Wendeler Land können am kommenden Sonntag entscheiden, wer Landrat wird. Die Bürger in St. Wendel und Oberthal können gleich zwei Stimmzettel ausfüllen. Denn sie müssen sich jeweils für einen künftigen Bürgermeister entscheiden. Evelyn Schneider

Drei Wahlen stehen am Sonntag im St. Wendeler Land an. Drei Mal ist es ein Zweikampf. Drei Mal machen die beiden großen Parteien, CDU und SPD , die Sache unter sich aus. Gesucht werden ein Landrat und zwei Bürgermeister.

Was die Landratswahl betrifft, so stehen sich zwei altbekannte Kandidaten gegenüber. Bereits bei der vorigen Wahl 2007 traten Udo Recktenwald (CDU ) und Magnus Jung (SPD ) an, um den Chefsessel im Landratsamt zu erobern. Damals gab es noch eine Dritte im Bunde: Kristin Günther von den Grünen. Dieses Mal ist es ein reines Männer-Duell. Udo Recktenwald (52), amtierender Landrat, möchte gerne seine zweite Amtszeit antreten, ebenso wie 2007 am Ende als Sieger strahlen. Damals blieb für Magnus Jung (43) nur Platz zwei. Jetzt möchte der SPD-Landtagsabgeordnete und Kasteler Ortsvorsteher die Direktwahl für sich entscheiden. Ob das gelingt - das entscheiden die Bürger . 75 261 Wahlberechtigte im Landkreis sind dazu aufgerufen.

Besonders spannend dürfte der Ausgang der Bürgermeisterwahl in St. Wendel beäugt werden. Dort geht am Sonntag endgültig eine Ära zu Ende. 32 Jahre lenkte Klaus Bouillon (CDU ) die Geschicke der rund 26 000-Einwohner-Stadt. Jetzt ist er Saar-Innenminister. Seit seiner Berufung in dieses Amt im vergangenen November hat der Erste Beigeordnete Peter Klär (CDU ) die Aufgaben des Verwaltungschefs übernommen. Vom Bürgermeister-Büro aus würde der 53-Jährige gerne weiterhin die Amtsgeschäfte leiten, seinen derzeitigen Posten als Abteilungsleiter im Saar-Innenministerium dafür aufgeben. Deshalb tritt der Christdemokrat zur Wahl an. Für die SPD geht Torsten Lang ins Rennen. Bislang hat der 41-Jährige als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat die Politik in der Kreisstadt mitgestaltet. Außerdem kennt er sich als Kämmerer der Stadt Saarbrücken mit Finanzen aus. 21 968 Wahlberechtigte entscheiden am Sonntag, wer Bürgermeister wird und somit Bouillons Nachfolge antritt.

Der Wahlkampf in Oberthal wurde von Krankheiten überschattet. Zunächst fiel der amtierende Bürgermeister Stephan Rausch (CDU ), der sich erneut zur Wahl stellt, nach einer Operation für Wochen aus. Dann traf es den SPD-Kandidaten Hans Peter Wack. Der 50-jährige Polizist ist noch immer krank geschrieben. Dennoch sind 5114 Wahlberechtigte dazu aufgerufen, für einen der beiden Kandidaten zu stimmen. Bei der vorigen Wahl 2008 haben 75 Stimmen den Ausschlag gegeben. Knapp gewann Stephan Rausch (52) damals gegen den SPD-Kandidaten Thomas Steinmetz. Dieses Mal könnte es ähnlich eng werden wie vor sieben Jahren.