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Oberthal jagt den Fabel-Rekord

Oberthal. Die Kegelfreunde Oberthal starten an diesem Samstag in die Meisterschafts-Endrunde der Bundesliga. Dort kann die Mannschaft einen Rekord einstellen. Die Chancen dazu stehen gut. Philipp Semmler

Die Kegelfreunde Oberthal können in den kommenden Wochen Einmaliges schaffen. Wenn sich die Mannschaft in der am Wochenende beginnenden Endrunde der Bundesliga den Titel sichert, wäre Oberthal zum 14. Mal in Folge deutscher Mannschaftsmeister. So viele Titelgewinne in Serie gelangen bislang in Deutschland nur den Wasserballern des Spandauer SV (von 1979 bis 1992). "Das würde uns einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern - und das würden wir gerne mitnehmen", sagt Oberthals Mannschaftsführer Daniel Schöneberger.

Probleme am Saisonbeginn


Die Ausgangslage für sein Team ist vor dem ersten Spieltag der Playoffs an diesem Samstag ab 12 Uhr beim KSV Riol günstig. Als Tabellenerster der regulären Saison geht Oberthal mit dem maximal möglichen Bonus von vier Zählern in die Endrunde. Dabei hatte der Rekordmeister zu Beginn der Runde noch geschwächelt. Stellenweise lagen die KFO sogar nur auf Rang sechs. "Wir haben ein bisschen Zeit gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden. Zudem hatten wir am Anfang schwere Auswärtsspiele", blickt Schöneberger zurück. Doch das Team steigerte sich und wurde schließlich mit drei Punkten Vorsprung vor der KSG Montan Holten-Duisburg Erster der regulären Bundesliga-Runde.

Holten-Duisburg ist in dieser Saison nach Meinung von Schöneberger auch der Hauptrivale der KFO in der Endrunde. In den vergangenen Spielzeiten war dies stets der KSV Riol, der in der aktuellen Spielzeit aber als Vierter nur gerade so in die Playoffs rutschte. "Duisburg hat sich vor der Runde mit Einzel-Weltmeister André Lauckmann verstärkt, zudem haben sie mit Stephan Stenger und Marcel Schneimann zwei weitere Nationalspieler", berichtet Schöneberger. Dennoch sieht er seine Mannschaft besser besetzt als den Gegner. "Wir haben sechs starke Spieler, bei Duisburg fallen die Positionen fünf und sechs dagegen gegenüber dem Rest des Kaders ein wenig ab."

Beim Haupt-Konkurrenten muss Oberthal am zweiten Playoff-Spieltag ran. Der findet erst am 18. April statt. Einen Tag später sind die Teams der Meister-Runde bei den SK Heiligenhaus zu Gast. Das große Finale steigt dann am 25. April in Oberthal . Dort wird dann Stammspieler Daniel Schulz zum letzten Mal für Oberthal auf die Bahn gehen. Der Junioren-Nationalspieler möchte sportlich kürzertreten und wechselt deshalb zwei Klassen tiefer zum Landesligisten TuS Wiebelskirchen. "Das ist schon ein Verlust für uns", sagt Schöneberger. Diesen will Oberthal aber intern kompensieren. Kandidaten für die Schulz-Nachfolge sind Klaus Benoist, der in dieser Saison meist siebter Mann bei den KFO war, sowie die Nachwuchsspieler Max Naumann und Gilles Mores aus der eigenen zweiten Mannschaft.