| 20:09 Uhr

Knut
Christbäume nahmen lodernd Abschied

 Sportliche Höchstleistungen gabe es bei den fliegenden Weihnachtsbäumen. Hier wuchtet Mika Wilhelm den Baum auf eine Weite von 3,10 Meter.
Sportliche Höchstleistungen gabe es bei den fliegenden Weihnachtsbäumen. Hier wuchtet Mika Wilhelm den Baum auf eine Weite von 3,10 Meter. FOTO: Frank Faber
Steinberg-Deckenhardt . Bei SV Steinberg-Deckenhardt wurden die Weihnachtsbäume zu Wurfgeschossen und gingen dann in Flammen auf. Von Frank Faber

Fünf bis acht Jahre braucht der durchschnittliche Weihnachtsbaum, um zu wachsen und als etwa zwei Meter hohe Tanne zu Weihnachten im Wohnzimmer zu stehen. Irgendwann wird das Licht ausgeknipst, die Bäume werden abgeschmückt, und deren Gnadenfrist bis zur Entsorgung beginnt. Zahlreich treten die Gehölze in vielen Orten den Weg zur Kompostieranlage an. In Steinberg-Deckenhardt gehen seit ein paar Jahren die Tannenbäume in Flammen auf.


Bei widrigem Regenwetter hatte der Sportverein (SV) Steinberg-Deckenhardt beim fünften Knutfest improvisieren müssen. Ehe die heiße Fete steigen konnte, waren die Vereinsmitglieder ausgerückt, um im Dorf die Christbäume einzusammeln. Die beförderten die Fußballer anschließend an einen trockenen Ort am Sportplatzgelände. Feuerwehrleute tauschen beim Knutfest die Rollen, sie durften ausnahmsweise einmal zündeln. Bei Anbruch der Dunkelheit wurden die Weihnachtsbäume verbrannt, und mächtige Qualmwolken zogen über den Sportplatz. „Es waren insgesamt 165 Stück“, berichtete Alexander Wack.

Wegen des Dauerregens hielt sich die Besucherresonanz in Grenzen. Das wirkte sich zudem auf die Teilnehmerzahlen der darauffolgenden sportlichen Wettbewerbe aus, die wegen des nassen Geprassels unter dem Vordach des Clubheims über die Bühne gingen. Drei der Nadelgewächse, die zuvor noch in Wohnstuben geleuchtet haben, wurden beim Christbaumweitwurf-Wettstreit als Sportgerät eingesetzt. Patrick Düpre präparierte noch mit einem Beil kindgerecht das Bäumchen für die sechs Nachwuchswerfer. Zwei Versuche gab es pro Teilnehmer, die erzielten Weiten wurden von Mathias Decker notiert. Mit 3,10 Meter landete Mika Wilhelm den weitesten Wurf. Konditionell nach einer feuchtfröhlichen Wanderung noch in Topzustand, griffen sich hinterher die SV-Kickerinnen den Wurfgegenstand. Bemängelt wurde allerdings vom Teilnehmerfeld, das kein Baum für Linkshänderinnen zur Verfügung stand. Carina Seibert warf die Nordmanntanne 5,70 Meter weit, Antje Wack schaffte im zweiten Versuch 5,60 Meter. In der Männerkonkurrenz setzte sich Patrick Düpre mit 7,60 Meter vor Mathias Decker und Marvin Thome (beide 6,80 Meter) durch. Nach dem Wettkampf ließen die Steinberger-Deckenhardter im Partyzelt entspannt den ungemütlichen Tag ausklingen.