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Judo
Kämpfen, bis der Nikolaus kommt

Max Oesterwind (links) vom Judo-Club Oberthal kämpfte im Finale gegen Roman Geier (Homburg). Er siegte nach wenigen Sekunden.
Max Oesterwind (links) vom Judo-Club Oberthal kämpfte im Finale gegen Roman Geier (Homburg). Er siegte nach wenigen Sekunden. FOTO: Frank Faber
Oberthal. Beim Judo-Turnier des JC Oberthal gingen 122 Kinder an den Start. Max Oesterwind fegt alle Gegner von der Matte. Von Frank Faber

Zuerst ging es auf die Waage, danach auf die Matte. In der Oberthaler Bliestalhalle war am Sonntag richtig was los. Gleich auf drei Matten zeigten die jungen Judo-Kämpfer beim Nikolaus-Turnier des JC Oberthal, was sie schon so alles drauf haben. Für einige war es der erste Wettkampf überhaupt – und genau das auch der Hauptzweck der Traditionsveranstaltung: Jungen Judoka einen gelungenen Einstieg in den Wettkampfsport bieten.



Bei einem der 122 angetretenen Kämpfer war der Name Programm. In Windeseile legte Max Oesterwind vom Judoclub Oberthal seine Gegner auf die Matte. „Wenn man gewinnt, freut man sich immer“, sagte der Neunjährige und strahlte stolz. Die Kampfzeit von zwei Minuten benötigte er für seine Wettkämpfe nie. Blitzschnell setzte Max seine Beintechnik ein, verließ dann kurz darauf als Sieger die Kampffläche und gewann die Konkurrenz in Pool 1. „Ich bin seit mehr als drei Jahren im Judo – und es macht mir viel Spaß“, berichtete er.

Für den Oberthaler Fabian Rausch (10) war es die letzte Teilnahme an dem Turnier – zum Abschluss präsentierte er sich noch einmal in toller Form und sicherte sich den Sieg in Pool 6. Der Zehnjährige will im kommenden Jahr die Prüfung für den gelb-orangenen Gürtel ablegen. Bei dem Anfängerturnier kämpfen Mädels und Jungen im Alter bis zu elf Jahren nur bis Gelbgurt.

So wie Angelina Gordner (8). Die nimmt seit einem Jahr einmal wöchentlich am Judotraining in Oberthal teil. „Man muss schnell sein. Ich habe schon viel gelernt“, sagte sie. Und ihr Vereinskamerad Nils Friedlein (9) ergänzte: „Seinen Gegner muss man immer respektieren.“ Worte vom Nachwuchs, die JCO-Sportwartin Lisa Morsch gerne hört. „Wichtiger als die Auseinandersetzung ist das Miteinander der Kinder bei unserem Turnier“, erklärte sie.

Die Veranstaltung gibt es seit 45 Jahren, sie ist somit der älteste Judo-Wettkampf für Kinder im Saarland. In diesem Jahr hätte sich der JCO mal wieder über eine große Teilnehmerzahl freuen können. 160 Judoka waren angemeldet, aber der heftige Schneefall am Sonntagmorgen machte dem Veranstalter einen Strich durch die Rechnung. 122 Kämpfer aus 14 Vereinen waren aber dennoch am Start. „Damit sind wir bei dem Wetter zufrieden“, meinte Trainer und Ex-Vereinschef Robert Morsch. Das personell stärkste Team stellte Judo Kenshi Homburg-Erbach (23) vor Gastgeber Oberthal (15) sowie dem TuS St. Arnual mit zwölf Kämpfern. Turniernamensgeber Nikolaus nahm schließlich die Siegerehrung vor. Erfolgreichster Verein war Homburg-Erbach mit fünf Goldmedaillen, gefolgt von Quierschied mit drei und Oberthal mit zwei Goldmedaillen.