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Fleißige Müllsammler

Picobello. Mitglieder des Ortsrates, Jagdpächter und Einzelpersonen, darunter auch Kinder entfernten anlässlich der landesweiten Frühjahrsputz Saarland picobello den Müll in Eitzweiler. Gearbeitet wurde in kleinen Gruppen. kup

Das Saarland soll sauberer werden - und der Landkreis St. Wendel auch. Anlässlich einer Frühjahrsputzaktion packten nun viele Bürger in St. Wendel, Freisen oder Gronig mit an, um Müll aus der Natur zu entfernen. "Müllsammeln soll auch einen gewissen Lerneffekt mit sich bringen", mit diesem Gedanken beschäftigten sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) Stadtentwicklung des CDU-Ortsverbandes in Zusammenarbeit mit der Nikolaus-Obertreis-Schule (NOS), dem Umweltamt der Stadt St. Wendel und dem Entsorgungsverband Saar (EVS) bei der diesjährigen "Picobello-Reinigungsaktion".

80 Schüler des zweiten Schuljahres (insgesamt vier Klassen) der Nikolaus-Obertreis-Schule konnte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Frank Egler, auf dem Schulgelände begrüßen. In zwei Gruppen machten sich die Zweitklässler auf den Weg, bewaffnet mit Arbeitshandschuhen, Greifzangen und Mülltüten begleitet von ihren Lehrpersonen, AG-Mitgliedern und Bedienstete des Umweltamtes.

Die erste Gruppe säuberte den Bereich Missionshausstraße, den Sportplatz in der Bosenbach, den Bereich des Sportzentrums sowie die Gregor-Wolf-Straße, während die zweite Gruppe sich den Bezirk Parkplatz am Floriansweg, das Gelände der Feuerwehr, den Stadtpark und die Mott vornahmen. Landrat Udo Recktenwald pflanzte zusammen mit den Kindern im St. Wendeler Stadtpark einen drei Meter hohe Feldahorn.

Ein Lastwagen kam am Ende zusammen. Auch sperriger Abfall wie Autoreifen , Schubkarrenreifen, Speistonnen, einen Sessel sowie Getränkedosen, Bierflaschen, Kartonagen und Plastikabfälle wurden eingesammelt. Oberlinxweiler. Mitglieder der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr, Ortsratsmitglieder und engagierte Bürger haben bei der Picobello-Aktion jede Menge Müll eingesammelt. Oft waren es nur kleine Fitzelchen, die an den Wegen, Straßenböschungen und Bahnsteigen aufgesammelt worden sind.

Im Bereich des Steinbergs stieß die Feuerwehr aber auch auf große Brocken, die am Rande des Naturschutzgebietes entsorgt worden waren. Am Ende der Sammelaktion war dann schließlich ein großer Traktor-Anhänger mit einigen Müllsäcken, alten Reifen und andern Fundsachen voll geladen. Viele Freisener Bürger waren anlässlich der Kampagne "Saarland Picobello " unterwegs. Ihr Ziel: Die Natur von Müll zu befreien.

In kurzer Zeit waren die beiden Container auf dem Bauhof der Gemeinde Freisen voll beladen. Aber die Freisener waren nicht nur am Aktionstag selbst fleißig. Schon im Vorfeld von Picobello waren einige Helfer mit ihren Familien eifrig Wege und Plätze abgegangen und habe diese von Unrat befreit. Der Müll wurde in große Tüten gepackt, die dann am Aktionstag nur noch eingesammelt werden mussten. Die Ortsräte von Oberthal und Gronig haben gemeinsam die Picobello-Aktion organisiert. Am Ende kam so viel Müll zusammen, dass ein Container damit gefüllt werden konnte. Dieser wurde anschließend von der Gemeinde und dem Entsorgungsverband Saar (EVS) abtransportiert.

Neben Papier, Glas und Kunststoff wurden auch Elektroschrott, Autoreifen und Metall in der Natur gefunden. An der Aktion beteiligten sich auch Schüler der Grundschule sowie der Bliestalschule samt Lehrer, die Jugendfeuerwehr mit ihren Betreuern, die Mitglieder der beiden Ortsräte von Oberthal und Gronig und Kinder und Jugendlichen aus Vereinen. Eitzweiler beteiligte sich am landesweiten Frühjahrsputz Saarland picobello. Die Mitglieder des Ortsrates, die Jagdpächter und Einzelpersonen, darunter auch Kinder, säuberten die Gemarkung. Sie gingen in kleinen Gruppen zu Werke und zeigten sich überrascht, was so alles in unserer Landschaft weggeworfen wird: Plastik, Stühle, Kunststoff, Zigarettenschachteln, Farben, Elektrogeräte, Holzteile, Autoreifen , Bauschutt und einiges entdeckten die Helfer.

Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD ) machte am Picobello-Tag eine Rundreise durch die Gemeinde und schaute auch bei den Helfern in Eitzweiler vorbei. Zusammen kamen hier mehr als zwei von Müll und Unrat beladene Hänger,

"Wir haben in einer tollen Gemeinschaftsinitiative hoffentlich einen wichtigen Schritt in eine saubere Zukunft getan. Saubere Straßen, Plätze, Grünanlagen und Spazierwege sind ein positives Aushängeschild für Eitzweiler und tragen zum guten Image des Ortes bei", resümierte Ortsvorsteher Gerald Linn.