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Anbau für die Tagespflege

Seniorenheim St. Stephanus in Oberthal. Hier rechts kommt ein Anbau für die Tagespflege hin. Foto: Bonenberger & Klos
Seniorenheim St. Stephanus in Oberthal. Hier rechts kommt ein Anbau für die Tagespflege hin. Foto: Bonenberger & Klos FOTO: Bonenberger & Klos
Oberthal. Ein neues Gebäude soll dem Seniorenheim St. Stephanus in Oberthal ermöglichen, einem Trend im Bereich der Pflege zu folgen. Die Gemeinderäte haben bereits grünes Licht für das Projekt gegeben. Evelyn Schneider

"Der Bereich Tagespflege hat zugenommen", erklärte Hans Jung, Geschäftsführer der Eugeria St. Stephanus GmbH. Darauf möchte das 1994 in Oberthal eröffnete Seniorenheim St. Stephanus reagieren und neue Räume für die Tagespflege schaffen. Damit genügend Platz ist, soll angebaut werden. Dazu ist die Änderung des Bebauungsplans nötig. Der Oberthaler Gemeinderat gab während der jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für das Projekt. Wie Hugo Kern vom beauftragten Planungsbüro Kernplan berichtete, soll die Änderung im beschleunigten Verfahren über die Bühne gehen. Dazu werden zunächst für einen Monat die Pläne zum Anbau öffentlich ausgelegt. Erst danach kann der Gemeinderat mit seinem Beschluss Baurecht herstellen.

Wenn es zeitlich hinhaut, möchte Jung im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen. Die Kosten für den Anbau schätzte er auf 850 000 Euro. 15 Tagespflege-Plätze entstehen; außerdem findet ein ambulanter Dienst Platz in dem künftigen Gebäude .

Dieses wird im Süden, hinter dem jetzigen Pflegeheim angebaut - teilweise auf Stelzen. "So erreichen wir Erdgeschoss-Niveau", erklärte der Geschäftsführer . 250 Quadratmeter sollen den Tagesgästen zur Verfügung stehen. "Das ist das Doppelte an Fläche, die der Gesetzgeber für 15 Plätze vorsieht", erläuterte Jung. Die Tagespflegeeinrichtung bietet eine Verteilküche, in der auch mit den Senioren gekocht werden kann, einen Ruhe- und einen Aufenthaltsraum. In letzterem gibt es Beschäftigungsangebote für die alten Menschen. Außerdem sind noch eine Garderobe, Toilette sowie ein Badezimmer mit Dusche und WC untergebracht.

Das Dach des Neubaus wird sich auf der gleichen Ebene wie der erste Stock des Haupthauses befinden und soll ebenfalls genutzt werden. Auf dem Flachdach wird ein so genannter Demenzgarten angelegt - mit Hochbeeten und Pflanzen.

Was Jung wichtig ist: Es gibt von beiden Ebenen des Neubaus auch Zugänge zum Haupthaus. Denn Bewegungsfreiheit sei für Demenzkranke sehr wichtig. "Wenn sie auf ein Hindernis treffen, drehen sie nicht automatisch um, sondern bleiben davor stehen", erklärte Jung. Durch die Planung ist den Patienten ein Rundgang möglich. Somit sei die Tagespflege auch eine Bereicherung für die Dauerbewohner.

Der ambulante Dienst zieht ins Untergeschoss. Dort stehen Umkleide, Büro, Besprechungsraum und Parkplätze für die Einsatzwagen zur Verfügung.

"Ein wichtiges Thema in Anbetracht des demografischen Wandels", sagte Bürgermeister Stephan Rausch (CDU ). Außerdem wollte der Verwaltungs-Chef noch wissen, ob denn mit dem Anbau auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das konnte Geschäftsführer Jung bejahen. Drei Arbeitsplätze entstehen im Bereich Tagespflege , zweieinhalb bis drei beim ambulanten Dienst.



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